19. Oktober 2019
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Auftaktbilanz Oktoberfest: Besuchereinbruch um die Hälfte und Probleme mit Security-Personal

Am Auftakt-Wochenende sind nur rund eine halbe Million Besucher auf das Oktoberfest gekommen. Das bedeutet einen Rückgang von 50 Prozent gegenüber dem letzten Jahr. Nachbessern musste die Festleitung auch bei der Umsetzung des neuen Sicherheitskonzeptes, wo es Probleme mit den kurzfristig neu engagierten Security-Mitarbeitern gegeben hat.

Leeres Oktoberfest 2016 in München
Leeres Oktoberfest 2016 in München

Nur der harte Kern der Wiesn-Fans hat sich trotz Dauerregen und Kälte nicht abhalten lassen, am ersten Wochenende 17./18. September 2016 das Oktoberfest zu besuchen. Die Stadt München als Veranstalter meldet eine Besucherzahl von 500.000. Das ist die Hälfte weniger als im letzten Jahr, wo die Wiesn auch schon schleppend angelaufen war.  Dem entsprechend hat es auch einen Einbruch beim Bier gegeben. “Nach Angaben der Festwirte belief sich der Bierkonsum gemäß der Besucherzahl.”, so die (er)nüchterte Bilanz der Festleitung. Normalerweise entfallen auf jeden Wiesn-Besucher, egal ob groß oder klein, im Durchschnitt eine Maß Bier. Wurden im letzten Jahr noch eine Million Maß eingeschenkt, flossen in diesem Jahr nur 500.000 Maß Bier aus den Zapfhähnen. Lediglich mit dem Umsatz bei den Speisen können die Wiesnwirte einigermaßen zufrieden sein. Als Gradmesser gilt hier die Anzahl der verspeisten Ochsen in der Ochsenbraterei. Mit neun Ochsen war es nur einer weniger als am ersten Wochenende im letzten Jahr.

Stark nachbessern mussten die verantwortlichen Behörden bei den Sicherheitsdiensten an den Eingängen. “Bei den neu engagierten Ordnern an den Eingängen ergaben sich im Lauf des ersten Tages Anlaufschwierigkeiten. Die Festleitung hat diese Unregelmäßigkeiten gemeinsam mit der Münchner Polizei und den Sicherheits- und Ordnungsbehörden bereits am ersten Tag erkannt. Die Polizei unterstützt deshalb seit Samstag Nachmittag die Kontrollen an den Eingängen, bis sich das System eingespielt hat.”,  so die Festleitung und das Kreisverwaltungsreferat (KVR) in einer gemeinsamen Presseerklärung. Grund dafür dürfte sein, weil die Intensität der Einlasskontrollen je nach Standort völlig unterschiedlich war. Wurden am einen Ende der Theresienwiese Besucher auch körperlich abgetastet, konnten am anderen Ende trotz Verbot Besucher mit größeren Gepäckstücken nach einer oberflächlichen Kontrolle problemlos passieren. Die Zahl der Security-Mitarbeiter wurde nochmals erhöht und die Qualität der Kontrollen optimiert. Besonders im Argen scheint es bei den Führungsstrukturen der Einsatzleitungen der neu engagierten privaten Sicherheitsdienste zu liegen. Hier hat die Festleitung in Abstimmung mit Polizei und KVR bereits organisatorische und auch personelle Konsequenzen veranlasst.

Nass im wahrsten Sinne des Wortes ist des den Marktkaufleuten und Schaustellern rein gegangen. Der Straßenverkauf ist nur sehr schleppend verlaufen. Die Biergärten blieben leer. Angesichts des Dauerregens am ersten Wochenende waren im Souvenirverkauf Hüte, Regenschirme und Regenumhänge die Renner. Bei den Fahrgeschäften kam es zu erheblichen Umsatzeinbußen.

Robert Allmeier

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