20. Januar 2019
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Fahrplanwechsel: Flughafenxpress bindet Ostbayern über neue Neufahrner Kurve an Flughafen München an

Nach vier Jahren Bauzeit eröffneten am 6. Dezember 2018 Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, Bayerns Verkehrsminister Dr. Hans Reichhart und Bahn-Vorstand Ronald Pofalla die Neufahrner Kurve. Der zweigleisige und elektrifizierte Schienenstrang verbindet die Strecke Regensburg-Freising-München mit den S-Bahn-Gleisen zum Münchner Flughafen. Ohne Umsteigen und bis zu 30 Minuten schneller als bisher gelangen die Reisenden aus Ostbayern künftig im Stundentakt ans Ziel.

Start des Flughafenexpress über die Neufahrner Kurve heute am Bahnhof Freising mit Dr. Florian Herrmann, Staatsminister Bayern, Ilse Aigner, Bayerische Landtagspräsidentin, Ronald Pofalla, Vorstand DB AG, Dr. Hans Reichhart, Bayerischer Verkehrsminister, Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr. - Foto DB AG
Start des Flughafenexpress über die Neufahrner Kurve heute am Bahnhof Freising mit Dr. Florian Herrmann, Staatsminister Bayern, Ilse Aigner, Bayerische Landtagspräsidentin, Ronald Pofalla, Vorstand DB AG, Dr. Hans Reichhart, Bayerischer Verkehrsminister, Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr. – Foto DB AG

Mit dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2018 startet der neue Flughafenexpress, den DB Regio Bayern im Auftrag der Bayerischen Eisenbahngesellschaft im Stundentakt fährt. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer sagte bei der Eröffnung: „Ab heute heißt es: Mit dem Zug direkt zum Flug – ein perfektes Verkehrsträger-Paar! Mit 2,3 Kilometer Neubaustrecke schaffen wir ein eindrucksvolles Mega-Mobilitätsprojekt, von dem die ganze Region profitieren wird. Ohne lästiges Umsteigen und umweltfreundlich bis zum Terminal und ab in die Welt.”

Durch den neuen Flughafenexpress rückt der Flughafen München als “Tor zur Welt” für Fahrgäste aus Ostbayern deutlich näher – nur noch ca. 1 ¼ Stunden dauert die Fahrt beispielsweise ab Regensburg, ab Landshut werden nur noch ca. 35 Minuten benötigt. Somit verkürzen sich die Fahrtzeiten beispielsweise aus Regensburg je nach Tageszeit um bis zu 30 Minuten, zudem entfallen die Umstiege.

Ronald Pofalla, Vorstand Infrastruktur der Deutschen Bahn, betonte: „Nach den Linien S8 und S1 schaffen wir mit der Neufahrner Kurve nun die dritte Flughafenanbindung. Wir freuen uns, dass wir im Termin- und Kostenrahmen geblieben sind und eine leistungsfähige Infrastruktur zur Verfügung stellen können. Das Bahnnetz rund um den Flughafen ist damit deutlich engmaschiger geworden. Und es geht weiter, mit der zweigleisigen Verbindung vom Flughafen nach Erding sowie anschließend mit der Walpertskirchener Spange, also der geplanten Verbindung für Züge aus und in Richtung Salzburg und Mühldorf, haben wir bereits die nächsten Projekte auf den Weg gebracht.“

Um wirklich sicherzustellen, dass jeder Flug erreicht werden kann, sind die Betriebszeiten des Flughafenexpress auf den Flugbetrieb abgestimmt. So verlässt der erste Zug Regensburg bereits um 3:18 Uhr, mit Ankunft am Flughafen um 4:32 Uhr. In der Gegenrichtung startet der letzte Zug ab München Flughafen um 0:28 Uhr, mit Ankunft in Regensburg um 1:48 Uhr. Mehr Informationen zum Fahrplan gibt es unter www.bahn.de/flughafenexpress

Für den Flughafenexpress kommen moderne elektrische Triebzüge des Typs Bombardier Talent 2 (Baureihe 442) zum Einsatz. Insgesamt besteht der Fahrzeugpark aus sieben Fahrzeugen, wovon eines der Reserve dient. Die Sitzplatzkapazitäten der drei- und viergliedrigen Triebzüge reichen von 158 bis 229 Sitzplätzen pro Fahrzeug, davon zwischen 8 und 12 Sitzplätze in der 1. Klasse.Um den Bedürfnissen von Flugreisenden gerecht zu werden, wurde viel Wert auf ausreichend Stauraum für Gepäck gelegt. Hierfür werden in den ersten Monaten nach der Inbetriebnahme mehrere Gepäckracks pro Fahrzeug, verteilt auf die gesamte Fahrzeuglänge, eingebaut. Darüber hinaus stehen sowohl über den Sitzen, als auch – durch die seitliche Aufhängung der Sitze – unter den Sitzen Verstaumöglichkeiten bereit. Neben behindertengerechten Toiletten und Videoüberwachung sind elektrische Schiebetritte zum sicheren Ein- und Ausstieg Standard, ebenso wie Steckdosen am Platz in der 1. Klasse und an vielen Sitzplätzen der 2. Klasse.

Die Bauarbeiten für die 2,3 Kilometer lange „Neufahrner Kurve“ begannen 2015 und konnten vor wenigen Wochen mit dem Einschalten der Oberleitung pünktlich abgeschlossen werden. Insgesamt wurden 8,3 Kilometer Gleise verlegt. Diese führen unter anderem auf einer 184 Meter langen Stahlbrücke über die sechsspurige A94. 36 Signale und acht Weichen regeln die Einfädelungen in die bestehenden Strecken. 57 Kilometer Kabel waren notwendig, um sie mit einem neuen Elektronischen Stellwerk zu verbinden. Insgesamt investierten Bund, Freistaat und Bahn 91 Millionen Euro in das erfolgreiche Projekt.

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