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Familienvater verhaftet – Kommissar Zufall führt zu Vergewaltiger an Isar und Inn in München und Rosenheim

Eine DNA-Spur von einem Raubüberfall in München hat zu dem brutalen Vergewaltiger geführt, der im November 2015 und Dezember 2016 am Innufer in Rosenheim und auf der Isarinsel in München-Oberföhring zwei Frauen vergewaltigt hat. Der 27-jährige türkische Asylbewerber wurde am 31. März 2017 in München wegen Mordversuch und Vergewaltigung verhaftet. Auf seine Spur kamen die Ermittler zufällig durch eine DNA-Spur, die Ende letzten Jahres nach einem Raubüberfall auf ein Lagerhalle in München-Feldmoching gesichert worden war.

Polizeipräsidium München
Polizeipräsidium München

Anfang Januar konnte durch einen Abgleich eine Verbindung der brutalen Vergewaltigung auf der Isarinsel in München-Oberföhring  im Dezember 2016 und einer Vergewaltigung im November 2015 am Innufer in Rosenheim hergestellt werden. Es gab aber auch eine Übereinstimmung mit den Spuren, die nach einem Raubüberfall im Dezember 2016 in einer Lagerhalle in München-Feldmoching gesichert worden waren. Sie konnten einem 27-jährigen Türken zugeordnet werden, der dort gejobbt hatte. Bei dem Raubüberfall war er nach Einschätzung der Ermittler sehr wahrscheinlich nicht beteiligt.

Nach Mitteilung der Übereinstimmung des DNA-Materials hat der zuständige Ermittlungsrichter auf Antrag der Staatsanwaltschaft München I am Freitag, 31. März 2017 Haftbefehl, unter anderem wegen versuchten Mordes, gegen den ermittelten 27-jährigen Asylbewerber erlassen. Der Tatverdächtige konnte am gleichen Tag durch Polizeibeamte der Zielfahndung München an einer Asylbewerberunterkunft in München festgenommen werden. Er befindet sich nun in Untersuchungshaft.

Der 27-Jährige Türke war im November 2015 mit seiner Familie als Asylbewerber in Kiefersfelden eingereist. Er hatte angegeben, Kurde zu sein, der politisch verfolgt werden würde. Er wurde in einem Asylbewerberheim in Rosenheim untergebracht. Die DNA-Spur der vergewaltigten Frau am Inndamm in Rosenheim war am 26. November 2015. Zuletzt war er mit seiner Familie in einen Flüchtlingsheim in München untergebracht. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Weil er die Joggerin im Englischen Garten bei der Vergewaltigung bewusstlos gewürgt hatte und ihren Tod in der Kälte in Kauf genommen hat, wurde Haftbefehl nicht nur wegen mehrfacher Vergewaltigung, sondern auch wegen versuchtem Mord erlassen. Der Beschuldigte bestreitet, die Vergewaltigungen in München und Rosenheim begangen zu haben. Der Leiter der Mordkommission der Münchner Polizei, Markus Kraus, meint dazu: „Die Beweislage ist aber erdrückend.“

 

 

 

 

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