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Großbrand in Lagerhalle am Flughafen München – Probleme mit gefrierendem Löschwasser und unvernünftigen Hallennutzern

Ein Großbrand in einer Lagerhalle in einem Industriegebiet östlich des Flughafens München hat am Abend des 25. Januar 2017 zu einem hohen Sachschaden im sechsstelligen Bereich geführt. Die Polizei musste Nutzer der Halle davon abhalten, Gegenstände aus dem lichterloh brennenden Gebäude zu holen. Außerdem hatte die Feuerwehr damit zu kämpfen, dass wegen der arktischen Temperaturen das Löschwasser schnell gefroren ist. Die Brandursache ist noch nicht bekannt.

Feuerwehr Flughafen München
Feuerwehr Flughafen München

Ein Anwohner eines Werkstatt- und Lagerhallenverbundes in einem Industriegebiet in Schwaig, östlich des Flughafengeländes von München, setzte gegen 19 Uhr einen Notruf ab, nachdem er in einer verschlossenen Industriehalle an der Sandstraße an einem dort abgestellten Fahrzeug offenes Feuer bemerkte. Die Flammen griffen schnell um sich und zerstörten die große Lagerhalle mit den dort abgestellten Autos, selbstfahrenden Arbeitsmaschinen und sonstigen Gerätschaften. Während der Bekämpfung des Feuers durch ein Großaufgebot an umliegenden Feuerwehren kam es wiederholt zu Verpuffungen und massiven Stichflammen.

In der Hauptphase über 100 Feuerwehrleute aus Erding, Altenerding, Hallbergmoos, Oberding, Schwaig, Flughafen München, Wartenberg, Aufkirchen, Notzing und Niederding gelang es schließlich den Brand unter Kontrolle zu bringen. Nicht zu verhindern war ein Übergreifen der Flammen auf eine benachbarte Lagerhalle. Der so entstanden Sachschaden ist beträchtlich und liegt nach derzeit vorsichtigen Schätzungen der Polizei mindestens im sechsstelligen Bereich. Personen wurden nicht verletzt. Die extreme Kälte erschwerte die Löscharbeiten durch schnell gefrierendes Wasser.

Vorübergehend verstärkte die Polizeiinspektion Flughafen ihre Einsatzkräfte, nachdem eine Gruppe von Mitarbeitern und Nutzern der Lagerhallen trotz bestehender Lebensgefahr versuchten, das lichterloh brennende Objekt zu betreten, um persönliche Gegenstände zu bergen. Das deeskalierende Einwirken der Polizeikräfte bereinigte rasch die zusätzliche Gefahrenlage und ermöglichte den Feuerwehrleuten eine ungehinderte Brandbekämpfung.

Während die Flughafenpolizei mit ihren Kräften den Erstangriff und die intensiven Löscharbeiten absicherte, übernahm der Kriminaldauerdienst der Kripo Erding die ersten Ermittlungen zur Brandursache. Die spezialisierten Brandfahnder werden morgen bei Tageslicht weitere Untersuchungen an den Brandstellen vornehmen. Eine belastbare Aussage zur Brandursache ist derzeit nicht möglich. Die zeitweise sehr starke Rauchentwicklung führte nicht zur Beeinträchtigung des Flugverkehrs. Die Verkehrsleitung am Flughafen stand mit der Leitstelle der Flughafenpolizei in regelmäßigem Kontakt.

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