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Oktoberfest München - Das beste Wiesn-Bier: And the winner is ....
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Biersommelier Stephan Stiegler bei . |
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"Steht wie eine Eins", "starker Körper" und "angenehm im Mundraum" - Satzfetzen, die aus einem Pornoheftchen entnommen sein könnten. Doch sie stammen von der Wiesbier-Probe der Münchner Brauereien. Biersommelier Stephan Stiegler umschreibt damit den Eindruck und Geschmack des Oktoberfest-Gerstensaftes. Sechs Wiesnbiere des Jahrgangs 2009 haben Bürgermeister Hep Monatzeder, das Münchner Kindl Steffi Kraetz, die Chefs der sechs Münchner Brauereien die Wiesnwirte, einigen Stadträte sowie Journalisten wenige Tage vor dem Beginn des größten Volksfestes der Welt im Bier- und Oktoberfest-Museum in München verkostet.
"Eines ist besser als das Andere", so eine erste, diplomatische Reaktion von Winzerer Fähndl-Wirt Peter Pongratz nach der Bierprobe. Überrascht zeigten sich viele Teilnehmer der Bierprobe, dass alle sechs Wiesn-Biere so unterschiedlich schmecken. Während beispielsweise das Augustiner-Bier mehr Malzanteile aufweist, ist das Spatenbier wegen des hohen Hopfenanteils eher "trocken im Abgang", wie es Biersommelier Stiegler beschreibt.
Zwischen den Durchgängen hat der Brauereivereins-Vorsitzende und Paulaner-Chef Andreas Steinfatt die Festbiertester mit Tipps für einen ungetrübten Biergenuss versorgt. "Schütten Sie nie einen Rest abgestandenen Bier in eine neue Maß.", rät er. Der mache die Qualität des frischen Bieres zunichte, so der Brauerei-Manager.
Welches Oktoberfest-Bier besonders gut schmeckt, zeichnet sich erst nach der Bierprobe ab. Während die Brauerei-Geschäftsführer und Wirte die Marken bevorzugen, die sie selbst verkaufen, ordert der Rest der Biertester meistens ein Bier, dass bei der Verkostung besonders gut geschmeckt hat. Während im letzten Jahr das Spatenbier ganz gut angekommen ist, war es in diesem Jahr das Hackerbier. "Eine angenehme Bittere und im Abgang dann Malzaromatisch", war das Urteil von Sommelier Stiegler dazu. Viele Journalisten wählten das Hacker zu ihrem Favoriten für das Jahr 2009.
Oktoberfest-Biere schmecken nicht nur unterschiedlich. Eine Marke weist auch im Vergleich zum Vorjahr Geschmacksunterschiede auf. Während das Spatenbier im letzten Jahr noch von vielen Biertestern als besonders bekömmlich eingestuft wurde, ist in diesem Jahr bei vielen durchgefallen. Das Paulaner-Oktoberfestbier, das im Jahr 2008 nicht besonders gut angekommen ist, ist im Jahr 2009 in der Beliebtheitsskala nach oben gestiegen. Andere Wiesnbier-Tester dagegen lassen sich von ihrer bevorzugten Marke nicht abbringen. Eingefleischte Augustiner-, Hofbräu- oder Löwenbräu-Fans bleiben ihrer Biermarke auch dann treu, wenn es in jedem Jahr eine Nuance anders schmeckt.
Quelle Stadtmagazin München 24, Text Robert Allmeier
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