|
Oktoberfest: Polizei in München startet gut vorbereitet in die 176. Wiesn
|
|
| |
Wiesnwache auf dem Oktoberfest
© F . |
|
Mit etwa 300 Beamten wird die Münchner Polizei die Besucher des Oktoberfestes an den 16 Tagen betreuen. Bis zu 100 Beamte werden sich der Sicherheit im Wiesnumfeld in der Luwigsvorstadt, Isarvorstadt und rund um den Hauptbahnhof widmen. Für die Mitarbeiter der Wiesnwache heißt es auch dieses Jahr wieder „Business as usual“.
Das größte Volksfest der Welt ist bekanntlich auch ein Anziehungsmagnet für „Langfinger“. Mit einem entsprechendem Fahndungskonzept für Taschendiebe will die Münchner Polizei diesem Trend begegnen. Letztes Jahr gelang damit die Festnahme von 49 zum Teil international agierenden Taschendieben. Taschendiebfahnder aus Großbritannien, der Schweiz, Belgien, Rumänien und aus Berlin sowie von der Bundespolizei werden gemeinsam mit den Münchner Kollegen die Wiesn bestreifen.
Aber auch italienische Polizeiuniformen gehören am zweiten und dritten Wiesnwochenende mittlerweile zu einem vertrautem Bild. Fünf Kollegen aus Bozen / Südtirol werden die Münchner Polizeistreifen bei ihren Wiesnstreifen begleiten und besonders auf italienische Besucher eingehen.
„Die Münchner Polizei ist für die Wiesn gut gerüstet.“ betont Polizeivizepräsident Robert Kopp. „Wir haben dieses Jahr die Videoüberwachung ausgebaut und werden mit nun 17 Kameras das Oktoberfest noch ein Stückchen sicherer machen.“ Die Kameraüberwachung hat sich bisher bestens bewährt und ist ein unverzichtbares Einsatzmittel zur Gewährleistung der Sicherheit auf dem Festgelände. Mit den zusätzlichen Kameras können nun bisher nicht einsehbare Bereiche erfasst werden. Im letzten Jahr gelang es mit Hilfe der Videoüberwachung in 168 Fällen Festnahmen zu ermöglichen und Einsätze besser zu koordinieren.
Auch die im Vorfeld ausgesprochenen 49 Betretungsverbote für Schläger und Taschendiebe setzen ein deutliches Zeichen in Richtung Sicherheit. Hatte die Polizei in den vergangenen Jahren an beliebten Treffpunkten jugendlicher Gruppierungen provokantes und aggressives Verhalten feststellen müssen, gingen Einsätze dieser Art im Jahr 2008 erheblich zurück.
Die kommenden zwei Wochen werden die Münchner Polizeibeamten vor große Herausforderungen stellen. Neben dem traditionellen Einzug der Wiesnwirte und dem Trachten- und Schützenzug zum Start des Oktoberfestes geht die Bundestagswahl in ihre entscheidende Phase mit Großkundgebungen. Zudem finden an allen Wochenenden Fußballspiele der 1. sowie der 2. und 3. Bundesliga, der Regionalliga, der Champions League und des DFB-Pokals in München statt.
Wie in jedem Jahr wird es auf und im Umfeld der Wiesn keine Parkmöglichkeiten für den privaten Fahrzeugverkehr geben. Deshalb die Bitte von Polizeivizepräsident Robert Kopp an alle Besucher: „Kommen Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Oktoberfest“. Zusätzlich zu den für die ganze Wiesnzeit dort geltenden Park- und Haltverboten wird es am ersten Wiesnwochenende 19./20. September im Aufstellungsbereich und entlang des Zugweges für den Wiesneinzug der Brauereien und Festwirte und des Trachten- und Schützenzuges in der Münchener Innenstadt Einschränkungen geben. Widerrechtlich dort parkende Fahrzeug werden konsequent abgeschleppt.
Für Gäste, die mit dem Wohnmobil nach München anreisen, stehen auf der Sonderfreifläche des neuen Messegeländes Parkplätze für bis zu 1.000 Wohnmobile zur Verfügung. Weitere Wohnmobil-Abstellmöglichkeiten befinden sich auf dem Parkplatz Siegenburger Straße (250 Stellmöglichkeiten) und dem Campingplatz Obermenzing. Der ehemalige Wohnmobil-Parkplatz in der Arnulfstraße steht nicht mehr zur Verfügung. Entsprechende Sperrzonen sind hier ausgeschildert.
Auf dem Südteil der Theresienwiese ist ein Parkplatz für 350 Busse eingerichtet. Eine Wegweisung hierher erfolgt bereits ab dem Mittleren Ring (Garmischer Straße) sowie von der Lindwurmstraße. Weiterhin steht die Park & Ride - Anlage Messestadt Ost und als Auffangparkplatz der ehemalige IGA-Parkplatz in der Hansastraße zur Verfügung.
Auch in diesem Jahr wird es seitens der Polizei während des Oktoberfestes wieder verstärkt Alkoholkontrollen geben. Diese Kontrollen beschränken sich nicht nur auf das unmittelbare Festwiesen-Umfeld und auf das Stadtgebiet, sondern finden auch in den umliegenden Landkreisen statt. Es wird daher ausdrücklich davor gewarnt sich unter Alkoholeinfluss ans Steuer oder aufs Krad/Fahrrad zu setzen.
Weitere Meldungen zum Thema Oktoberfest in München.
Stichwortverzeichnis: München West Ludwigsvorstadt Theresienwiese Wiesn Oktoberfest 2009 Polizei Polizeibericht und Polizeiberichte Wiesnbericht
|