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U-Bahnhof Münchner Freiheit wurde zum Spiegelkabinett
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Die sanierte U-Bahnstation Münchner . |
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Doppelt so hoch als bisher wirkt die komplett sanierte U-Bahnstation Münchner Freiheit. Der Grund dafür ist, das die Decke mit Edelstahl-Blechen komplett verspiegelt wurde. Steigen die Fahrgäste aus der U3 oder U6 aus, richtet sich ihr Blick automatisch nach oben, wo sie sich auf dem Kopf gestellt sehen. Dazu setzen blau leuchtende LED-Lampen die 28 Säulen in dem viergleisigen Bahnhof wirkungsvoll in Szene. Die Wände wurden mit 1.300 gelb beschichteten Blechen neu verkleidet. Sie verleihen der Bahnsteigebene eine frische Optik und geben dem Bahnhof dank ihrer kräftigen Farbe ein neues, unverwechselbares Bild. Das neue Licht- und Farbkonzept stammt von dem weltweit renommierten Schwabinger Lichtdesigner Ingo Maurer.
Gut 38 Jahre nach seiner Eröffnung am 19. Oktober 1971 erstrahlt der U-Bahnhof Münchner Freiheit in neuem Glanz: Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) hat den Schwabinger Verkehrsknoten aus den Gründungsjahren der U Bahn in den vergangenen rund 20 Monaten umfassend saniert, neu gestaltet, brandschutz-technisch ertüchtigt und barrierefrei ausgebaut. Die Modernisierung kostete insgesamt rund 20 Millionen Euro. Verkleidung, Beleuchtung, Bodenbelag, Bahnsteigausstattung, Sicherheitseinrichtungen, Leitsysteme, Aufzüge – bis auf die Gleise wurde seit Mai 2008 fast alles erneuert, und zwar unter laufendem Betrieb. Das Ergebnis wertet den U Bahnhof sichtbar auf: Gelbe Wände, blau illuminierte Säulen und Spiegel als Deckenverkleidung sorgen für ein attraktives Erscheinungsbild, das auf Helligkeit, Transparenz und Lebendigkeit abzielt.
Die Beleuchtung übernehmen 120 quadratische Lichtkassetten, die frei über die Decke verteilt sind. Neigung und Farbgebung der Leuchten lockern den statischen Eindruck der architektonischen Gestaltung auf und tauchen die Bahnsteige in ein angenehmes Licht. Der bisherige dunkelgraue Bodenbelag der Bahnsteige und Treppen ist hellem Naturstein gewichen. 4.350 Platten wurden auf den beiden rund 1.600 qm umfassenden Plattformen verbaut. Weitere 600 Platten dienen als Wandverkleidung insbesondere der Treppenanlagen. Die Bahnsteige wurde zeitgemäß mit modernen Sitzgelegenheiten und Infovitrinen ausgestattet. Das Orange der Stationsschilder an den Bahnsteigwänden greift auch weiterhin die traditionelle Linienfarbe der auf den äußeren Gleisen verkehrenden U3 (Olympia-Einkaufszentrum – Fürstenried West) auf. Die blauen Stationsschilder zwischen den Säulen repräsentieren die auf den Innengleisen verkehrende U6 (Garching Forschungszentrum – Klinikum Großhadern). Die Bezeichnung "Münchener Freiheit" auf den Stationsschildern gehört der Vergangenheit an. Die Station wurde komplett als "Münchner Freiheit" ausgeschildert.
Beide Bahnsteige wurden um etwa 5 Zentimeter erhöht, um den Höhenunterschied zwischen Bahnsteig und Fahrzeug zu reduzieren und mobilitätseingeschränkten Kunden wie Senioren, Rollstuhlfahrern oder Eltern mit Kinderwagen das Ein- und Aussteigen zu erleichtern. Taktile Bodenplatten(mit Rillen) und ein zusätzlicher Signalstreifen entlang des Sicherheitsstreifens sorgen dafür, dass sich insbesondere sehbehinderte und blinde Menschen gut zurechtfinden und sich sicher auf den Bahnsteigen bewegen können. Großflächige Verglasungen der Aufzüge sorgen für mehr Transparenz und Sicherheit.
Zur Verbesserung der Evakuierungsmöglichkeiten im Brandfall entstanden im nördlichen Bahnsteigbereich – zusätzlich zu den bestehenden Treppenanlagen – zwei separate Fluchttreppenhäuser. Eine neu installierte Brandmelde- und Sprinkleranlage bekämpft Rauch beziehungsweise Feuer im gesamten Bauwerk im Ernstfall in Sekundenschnelle. Sie verfügt über insgesamt etwa 580 Sprinklerköpfe. Alle 4 Aufzüge und 8 Rolltreppen an der Münchner Freiheit erhielten eine neue Brandfallsteuerung. Diese sorgt im Notfall dafür, dass die Anlagen automatisch in Fluchtrichtung laufen.
Ab Januar 2009 wurde auch das Laden- und Sperrengeschoss neu gestaltet und umstrukturiert, um den U-Bahnhof auch in diesem Bereich optisch und sicherheitstechnisch zu modernisieren und ein attraktiveres Umfeld für die Mieter aus den Bereichen Handel und Dienstleistung und deren Kunden zu schaffen. Die Verkaufsflächen wurden um rund 15 Prozent auf rund 1.250 qm erweitert und neu aufgeteilt, um das Ladengeschoss zeitgemäß zu strukturieren und besser gestalten zu können. Sämtliche Ladenfronten bestehen komplett aus Glas. Dunkle Ecken und Wege gehören der Vergangenheit an.
Im Ladengeschoss sind ein Zeitungskiosk, eine Apotheke (Zur Münchner Freiheit), die Bäckerei Wimmer, ein dm-Drogeriemarkt, eine Filiale von Panem mit „Saftbar“, Oliva (Döner- und Feinkostgerichte), Mr. Minit, ein O2-Shop, ein Schmuckladen („I am“) und ein Kosmetikstudio („Beauty Lounge“) zu finden. Letzte Restarbeiten, vor allem im perrengeschoss, werden Anfang des Jahres erledigt. Dann erfolgt auch die Modernisierung des Zugangs Feilitzschstraße. Dieser musste während der zurückliegenden Umbauarbeiten als Fluchtweg geöffnet bleiben und kann daher erst jetzt saniert werden.
Quelle Stadtmagazin München 24
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