20. Januar 2019
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Mehr jugendliche Komasäufer in München, Fürstenfeldbruck und Erding

Laut DAK-Gesundheit landeten 2014 in der Landeshauptstadt 363 Kinder und Jugendliche mit Alkoholvergiftung im Krankenhaus . Auch in den Landkreisen Fürstenfeldbruck und Erding hat die Zahl der jugendlichen Komasäufer zugenommen. 

DAK Kampagne gegen Komasaufen von Jugendlichen
DAK Kampagne gegen Komasaufen von Jugendlichen

Die Zahl alkoholbedingter Klinikaufenthalte von Münchner Kindern und Jugendlichen ist entgegen dem bundesweiten Trend leicht gestiegen. Nach Informationen der DAK-Gesundheit landeten im Jahr 2014 insgesamt 363 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen zehn und 20 Jahren mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus – davon 205 Jungen und 158 Mädchen. Nach Zahlen des Statistischen Landesamtes stieg die Zahl der Betroffenen im Vergleich zu 2013 um 1,7 Prozent, im Langzeitvergleich zum Jahr 2001 um 82 Prozent. Auch in den Nachbar-Landkreisen Erding und Fürstenfeldbruck erwachten mehr Jugendliche nach dem Rausch in der Klinik. Dagegen ging die Zahl der Betroffenen in den anderen umliegenden Kreisen zurück. Auffällig: In Ebersberg und Freising landeten mehr Mädchen als Jungen nach dem Trinken im Krankenhaus.

Im Landkreis Erding stieg die Zahl der betroffenen Jugendlichen um knapp 30 Prozent (von 37 auf 48), im Kreis Fürstenfeldbruck um knapp vier Prozent. Dagegen sank die Zahl in Starnberg um zwölf Prozent, im Münchner Landkreis um 19 Prozent sowie in Dachau, Ebersberg und Freising um knapp ein Drittel. Während die Mädchen im Landesdurchschnitt etwa ein Drittel der Betroffenen ausmachen, haben sie im Großraum München tendenziell aufgeholt. Im Landkreis München haben sie zu den Jungen aufgeschlossen, in den Kreisen Ebersberg und Freising landeten sie sogar häufiger in der Klinik. „Nach wie vor gehört der Alkohol für viele Jugendliche zum Feiern und Spaß haben dazu“, sagt Stefan Wandel, Pressesprecher der DAK-Gesundheit in Bayern. „Daher bleibt für uns die weitere Alkoholprävention unverzichtbar, damit sich die insgesamt positive Entwicklung auf alle Regionen überträgt.“

Zur Aufklärung setzt die Krankenkasse auch 2016 die erfolgreiche Kampagne „bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“ in Bayern fort. Beim bundesweiten Wettbewerb werden Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren aufgerufen, mit Plakaten kreative Botschaften gegen das Rauschtrinken zu entwickeln. In Bayern unterstützt Gesundheitsministerin Melanie Huml als Landesschirmherrin die Präventionskampagne. Auch die Schulen in der Region wurden angeschrieben und zur Teilnahme eingeladen. An der mehrfach ausgezeichneten Präventionskampagne gegen Alkoholmissbrauch – zuletzt mit dem Internationalen Deutschen PR-Preis – nahmen seit dem Jahr 2010 mehr als 72.500 junge Künstler teil. Weitere Informationen über die Aktion gibt es im Internet unter www.dak.de/buntstattblau.

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