18. Dezember 2018
Startseite >> Areas >> München-Land >> Verkohlte Leiche am Feringasee: Lebenslang mit besonderer Schwere der Schuld für Lebensgefährten

Verkohlte Leiche am Feringasee: Lebenslang mit besonderer Schwere der Schuld für Lebensgefährten

Am Parkplatz in der Nähe des Gasthauses am Feringasee in München-Land ist am Montag eine weibliche, stark verkohlte Leiche gefunden worden. Es handelt sich um eine 35-jährige Projektmanagerin aus München. Die Obduktion hat ergeben, dass die Frau ermordet wurde. Der Lebensgefährte der Getöteten wurde wegen Mordverdacht festgenommen. Er soll die Frau 8. September 2017 in der gemeinsamen Wohnung umgebracht haben. Am 3. Dezember 2018 wurde Konstantin V. wegen Mord zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe mit besonderer Schwere der Schuld verurteilt.

Weibliche, stark verkohlte Leiche am Parkplatz am Feringasee gefunden worden Quelle Foto Polizei München
Weibliche, stark verkohlte Leiche am Parkplatz am Feringasee gefunden worden
Quelle Foto Polizei München

(Update 4.12.2018) Im Strafverfahren gegen Konstantin V. (34) hat das(Schwurgericht) des Landgerichts München I am 3. Dezember 2018  das Urteil gesprochen. Der Angeklagte wurde wegen Mordes schuldig gesprochen. Gegen den Angeklagten wurde lebenslange Freiheitsstrafe verhängt. Das Gericht stellte die besondere Schwere der Schuld fest und folgte damit dem Antrag der Staatsanwaltschaft München I in vollem Umfang.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte seine Lebensgefährtin am 8. September 2017 zwischen 20 Uhr und 21 Uhr heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen getötet hat. Nach den Feststellungen des Gerichts würgte der Angeklagte seine Lebensgefährtin, bis sie das Bewusstsein verlor und schließlich verstarb. Bei der Tatausführung nutzte der Angeklagte nach dem Ergebnis der Beweisaufnahme die Arg- und Wehrlosigkeit der Getöteten bewusst aus.

Zur Überzeugung des Gerichts tötete der Angeklagte seine Lebensgefährtin, um eine Beziehung mit einer Frau führen zu können, die er erst im Juni 2017 in Prag kennengelernt hatte. Das Gericht würdigte insbesondere diese Tatmotivation und die heimtückische Begehungsweise als schulderschwerend.

Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Dem Angeklagten steht das Rechtsmittel der Revision zum Bundesgerichtshof offen, das binnen einer Woche eingelegt werden müsste.

(Update 14.9.2017) Der Lebensgefährte der 35-jährigen getöteten Frau, ein 32-jähriger kaufmännischer Kundenberater, ist am Mittwochnachmittag, 13. September 2017, wegen des dringenden Tatverdachts festgenommen worden, die Frau ermordet zu haben. Von der Staatsanwaltschaft München I wird ein Haftbefehl gegen den Tatverdächtigen wegen Mordes gestellt. Der Mann wird heute dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Bei der polizeilichen Vernehmung machte der Tatverdächtige auf Anraten seines Rechtsbeistandes keine Angaben zur Sache. Nach aktuellem Sachstand wird davon ausgegangen, dass die Tat bereits in der Nacht von Freitag, 8. September 2017, auf Samstag, 9. September 2017, wohl in der gemeinsamen Wohnung geschah. Die Spurensicherung hat ihre umfangreiche Arbeit dort noch nicht abgeschlossen. Zum Motiv der Tat und dem Tatablauf können derzeit keine näheren Angaben gemacht werden. Die Mordkommission ermittelt weiter.

(Update 13.9.2017) Bei der am Dienstagvormittag im Institut für Rechtsmedizin durchgeführten Obduktion konnte festgestellt werden, dass es sich um die Leiche einer Frau handelt, die ermordet wurde. Die weiteren Untersuchungen und Ermittlungen ergaben schließlich, dass es sich um den Leichnam einer 35-jährigen Münchnerin handelt, die aus Sachsen stammt. Wie die Polizei schon vermutet hatte, konnte auch festgestellt werden, dass die junge Frau ganz offensichtlich Opfer eines Tötungsdeliktes geworden war. Der Todeszeitpunkt konnte allerdings nicht näher eingegrenzt werden.

Den bisherigen Erkenntnissen vom Fundort der Leiche zufolge handelt es sich dabei nicht um den Tatort des Tötungsdeliktes. Wie und von wem der Leichnam zum Feringasee transportiert wurde, konnte bislang noch nicht ermittelt werden.

Die 35-jährige Advanced Projekt Managerin, die in der IT-Branche arbeitete, wurde in der Nacht von Sonntag auf Montag von ihrem 32-jährigen Lebensgefährten vermisst. Dieser erstattete am Montag Vermisstenanzeige. Der Pkw der Geschädigten wurde ebenfalls schon am Montagnachmittag ordnungsgemäß geparkt und versperrt in der Lilly-Reich-Straße in der Nähe ihres Arbeitsplatzes in München-Freimann aufgefunden. Ihr Handy hingegen ist verschwunden.

Zur Aufklärung der Tat sind noch umfangreiche Maßnahmen der Spurensicherung, Untersuchungen und Ermittlungen erforderlich. Die Mordkommission und alle beteiligten Dienststellen arbeiten auf Hochtouren.

(12.9.2017) Bei Mäharbeiten hat ein Gärtner am Montag, 11. September 2017, in den Nachmittagsstunden auf dem Parkplatz in der Nähe des Gasthauses Feringasee eine tote weibliche Person entdeckt. Die Frau wies erhebliche Brandspuren auf. Die Spurensicherung konnte noch in den Abendstunden vor Ort abgeschlossen werden.

Die Identität der Verstorbenen konnte gestern noch nicht geklärt werden, weil der Körper der Frau stark verbrannt war. Die Polizei hat inzwischen mitgeteilt, dass man von einem gewaltsamen Tod ausgeht. Es wurden Gewaltspuren am Hals entdeckt. Es wurden auch Spuren eines Brandbeschleunigers festgestellt. Ob der Fundort auch der Tatort ist, konnte noch nicht geklärt werden. Eine Obduktion wird im Laufe des Dienstag durchgeführt. Die Mordkommission (K11) hat die Ermittlungen übernommen.

Check Also

Blaulicht Polizei

München-Land: Uhrenhändler von falscher Polizeistreife angehalten und ausgeraubt

Ein Uhrenhändler ist am Sonntag am helllichten Tag von einer falschen Polizeistreife ausgeraubt worden. Die …

Feuerwehr Einsatzleitung München

Vohburg: Explosion in Raffinerie – Zehn Verletzte – 200 Personen evakuiert

In den frühen Morgenstunden am Samstag ist auf dem Gelände einer Raffinerie der Firma Bayernoil …

Polizei

München-Land: „Biologischer Müll“ – Irrer Nazi droht in Briefen mit Ermordung von Kindern

Als biologischen Müll bezeichnet ein Unbekannter Kinder aus muslimischen oder jüdischen Elternhäuser. Sie müssten ausgewiesen …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.