15. Dezember 2019
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München-Land: Messerangriff auf Polizisten – Randalierer durch Schuss aus Dienstwaffe gestoppt

Am Mittwoch musste in Pullach im Landkreis München ein Polizist einen Randalierer mit dem Schuss aus seiner Dienstpistole stoppen. Er hatte den Beamten mit einem Messer angegriffen. Die Lebensgefährtin des Angreifers, die nach einem Streit die Polizei gerufen hatte, ging nach dem Schuss dann ebenfalls auf die Polizisten los.

Polizei Streifenwagen blau Seitenfront
Polizei Streifenwagen blau Seitenfront

Am Mittwoch, 16. Januar 2019, gegen 19.45 Uhr, meldete sich eine 44- Jährige beim Polizeinotruf. Sie bat um Hilfe, da ihr Freund, ein ebenfalls 44-Jähriger, in deren Wohnung in Pullach randaliert. Die erste eintreffende Streife wurde bei der Ankunft durch den 44-Jährigen mit einem Messer bedroht. Die Streife zog sich zunächst zurück und forderte Unterstützung an. Zwischenzeitlich verließ die 44-jährige Mitteilerin ihre Wohnung und übergab den Beamten ein Messer und ging in eine Nachbarwohnung.

Als eine weitere Streife (eine 22-jährige Beamtin und ein 27- jähriger Beamter) die Wohnung rückwärtig im Terrassenbereich sichern wollte, stürzte der 44-Jährige erneut mit einem anderen Messer bewaffnet aus der Terrassentür und ging auf die Beamten zu. In dieser bedrohlichen Situation, bei dem der Angreifer hatte eine geringe Distanz zu den Beamten – gab ein Beamter einen Schuss aus seiner Dienstwaffe auf den Angreifer ab, um seine Kollegin und sich zu schützen.

Der 44-Jährige wurde getroffen und ging daraufhin zu Boden. Als sich die Streifenbesatzung gerade um den 44-Jährigen kümmerte und Erste-Hilfe-Maßnahmen einleiten wollten, stürzte sich die Mitteilerin auf die Beamtin und begann diese sofort zu würgen. Dieser Angriff konnte durch weitere hinzukommende Beamte unterbunden werden und die Frau konnte schließlich unter Kontrolle gebracht werden.

Der 44-Jährige kam zur stationären Behandlung in eine Klinik. Nach Auskunft der behandelnden Ärzte besteht keine Lebensgefahr.
Zur Untersuchung des polizeilichen Schusswaffengebrauchs
wurde das Landeskriminalamt (Dezernat für interne Ermittlungen)
sowie die Staatsanwaltschaft München I verständigt.
Der 44-Jährige wurde wegen eines versuchten Totschlags und die
44-Jährige wegen einer gefährlichen Körperverletzung angezeigt.

 

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