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Schweres Zugunglück in Aichach mit zwei Toten – Fahrdienstleiter wegen fahrlässiger Tötung festgenommen

Am Montagabend hat sich gegen 21.20 Uhr im Aichach im Landkreis Aichach-Friedberg ein schweres Zugunglück ereignet. Ein Personenzug der Bayerischen Regiobahn (BRB) ist in der Nähe des Bahnhofes mit einem Güterzug zusammengestoßen. Dabei wurden der Lokführer des Personenzuges und eine Passagierin getötet. 14 Reisende wurden verletzt, davon drei schwer. Die Polizei geht von menschlichen Versagen aus. Der Fahrdienstleiter wurde am Dienstag wegen des dringenden Verdachts der fahrlässigen Tötung festgenommen.

Symbolbild Bayerische Regiobahn BRB Copyright Foto Bayerische Regiobahn GmbH
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(Update 8.5.2018) Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei wird davon ausgegangen, dass der Unfall auf menschliches Versagen zurückzuführen ist. Der 24-jährigen Fahrdienstleiter wurde wegen des dringenden Verdachts der fahrlässigen Tötung des 37-jährigen Lokführers sowie der 73-jährigen Passagierin vorläufig festgenommen. Die Staatsanwaltschaft Augsburg prüft aktuell, ob ein Haftbefehl beim Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Augsburg beantragt wird. Der zuständige Abteilungsleiter der Staatsanwaltschaft  Augsburg hat ist vor Ort, um einen persönlichen Eindruck von den Ereignissen zu gewinnen. Außerdem hat ein Gutachter die Unfallfallstelle in Augenschein genommen.

Unmittelbar nach der Kollision entfernten sich etwa 15 Passagiere der Regiobahn, noch bevor Einsatzkräfte deren Personalien erheben konnten.  Die Kriminalpolizei bittet diese Fahrgäste nun dringend darum, sich unter Tel. 0821/323-3810 (24 Stunden erreichbar) zu melden.

(7.5.2018) Am 7. Mai 2018 hat sich im schwäbischen Aichach auf der Strecke von Ingolstadt nach Augsburg ein Zugunglück mit zwei Toten ereignet. Dabei handelt es sich um den Lokführer des Personenzuges der RBR und eine Reisende. Von den 14 Verletzten wurden drei schwer verletzt. Nach Polizeiangaben war der Personenzug aus Augsburg im Westen etwa 700 Meter vom Bahnhof entfernt auf einen Güterzug geprallt. Der Lokführer des Güterzuges blieb unverletzt. Warum der Regionalzug auf das Gleis geleitet wurde, auf dem der leere Güterzug stand, ist noch unklar. Der Güterzug wird normalerweise für den Holztransporte einer regionalen Firma eingesetzt.

240 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsorganisationen waren vor Ort. Die Schwerverletzten mussten mit Rettungswagen zu einem Sportplatz transportiert werden, von wo sie Hubschrauber in Kliniken transportierten. Gegen 23.30 Uhr waren die Rettungsmaßnahmen abgeschlossen.

Im Landratsamt Aichach wurde eine zentrale Betreuungsstelle für Angehörige eingerichtet. Landrat Klaus Metzger hat auf Facebook sich bei allen Helfern bedankt. Ein besonderes Lob hatte er für die Anwohner in der Nähe der Unglücksstätte, die spontan Gelegenheiten für die Unterbringung von Verletzten zur Verfügung gestellt haben.

Die Polizei hat die Ermittlungen zur Klärung der Unglücksursache aufgenommen. Nach Auskunft der Polizei dürfte es noch den Dienstag in Anspruch nehmen, bis die Unglücksstelle geräumt ist. Der Zugverkehr ist unterbrochen, zwischen Friedberg und Radersdorf wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.

 

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