14. Dezember 2017
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Starnberg: Mit mehreren Waffen unterwegs – Zug evakuiert – Randale in Haftzelle

Ein 34-jähriger Mann aus Penzberg war am Samstag mit mehreren Waffen im Zug von Kochel nach München unterwegs. In Starnberg wurde die Bahn geräumt und der Mann festgenommen. Später in der Haftzelle randalierte der polizeibekannte 34-Jährige und deformierte die Metalltüre so stark, dass sie von der Feuerwehr geöffnet werden musste. Er wurde in die Psychiatrie eingewiesen.

Mit Waffen im Zug und Haftzelle demoliert Quelle Foto Bundespolizei
Mit Waffen im Zug und Haftzelle demoliert
Quelle Foto Bundespolizei

Die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn AG teilte der Bundespolizei am 3. Dezember 2017 gegen 9:45 Uhr mit, dass in Starnberg in der Regionalbahn 59610 (Kochel – München) eine Person mit Messer und Waffe sei. Zwischenzeitlich wurde die Bahn durch den Lokführer sowie den Zugbegleiter geräumt und der 34-Jährige im Zug eingeschlossen. Er konnte problemlos von den Einsatzkräften der Polizei festgenommen werden. Bei dem Mann aus Penzberg wurden drei Messer sowie Pistole (ungeladen, ohne Munition) aufgefunden. Verletzt wurde niemand, ebenso wurde niemand bedroht.

Ersten Ermittlungen zufolge ging der Penzberger während der Zugfahrt zu einem Mitreisenden, zeigte ein Messer und gab an, auch noch eine Schusswaffe dabei zu haben. Dies veranlasste den Zeugen den Sachverhalt dem Zugführer mitzuteilen. Der stoppte die Regionalbahn daraufhin in Starnberg und verständigte die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn. Ohne dass der mit 2,34 Promille alkoholisierte 34-Jährige dies bemerkte, wurden die rund 80 Reisenden durch das DB-Personal aus dem Wagen evakuiert.

Die Person, die sich wirr äußerte, wurde durch Beamte der Bundespolizei zur Klärung von Folgemaßnahmen zur Dienststelle am Hauptbahnhof München transportiert. Während des Aufenthaltes in der Haftzelle der Bundespolizeiinspektion München begann der Polizeibekannte zu randalieren und gegen die Türe zu treten, die daraufhin von außen nicht mehr zu öffnen war. Sie musste von der Feuerwehr mit einer Flex gewaltsam geöffnet werden. Die Zelle ist nicht mehr benutzbar.

Der 34-Jährige wurde nach Abschluss der Maßnahmen wegen Fremd- und Eigengefährdung durch die Landespolizei nach dem Bayerischen Unterbringungsgesetz in eine psychiatrische Fachklinik eingewiesen. Gegen ihn wird nun wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt. Dazu kommen noch Bedrohung, Beleidigung, Sachbeschädigung und Erschleichen von Leistungen. Der Penzberger hatte durch das Stoßen mit der Stirn gegen eine Wand sowie das Herausreißen eines Ohrringes, den er im Gewahrsam nicht behalten durfte, leichte Verletzungen am Kopf erlitten.

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