18. Oktober 2019
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Viele Einsätze wegen gekenterter Schlauchboote in Isar – Verbote erlassen

Wegen des hohen Wasserstandes auf der Isar hat es am Samstag eine Reihe von Einsätzen von Polizei und Feuerwehr gegeben, um Menschen aus der Isar zu retten, die mit Schlauchbooten gekentert waren. Die Behörden in der Region München haben ein Verbot zum Befahren der Isar ausgesprochen.

Grafik Isar Schlauchbootfahren Quelle Berufsfeuerwehr München
Gefahrenquelle Flaucher – Schlauchboot-Fahren auf der Isar 
Quelle Berufsfeuerwehr München

Am Samstag, 6. August 2016, kam es ab 14.00 Uhr zu mehreren Einsätzen wegen gekenterten Schlauchbooten auf der Isar. Der Grund für die Wasserverhältnisse liegt im Hochwasser, das derzeit auf der Isar herrscht. Durch die starken Niederschläge der letzten Tage führt die Isar dazu noch jede Menge Treibgut mit, das wegen des trüben Wassers zumeist nicht erkannt wird. Außerdem haben sich mehrfach diverse Hindernisse wegen verkeilter Bäume oder Ästen gebildet, die sich zum Teil unterhalb der Wasseroberfläche befinden. Aufgrund des Hochwassers und der erhöhten Fließgeschwindigkeit ist eine Beseitigung dieser Gefahrenstellen aktuell nicht durchführbar.

Zunächst wurde bei der Polizei bekannt, dass im Bereich Baierbrunn im Landkreis München ein Schlauchboot mit zwei Personen gekentert war. Eine Aufklärung vor Ort führte zu dem Ergebnis, dass das Schlauchboot mit insgesamt vier Personen besetzt war und zwei Personen zu diesem Zeitpunkt zunächst verschwunden waren. Im Rahmen der Absuche konnten sie dann geraume Zeit später auf einer Kiesbank zwischen Isar und dem Kanal aus dem Mühltal zusammen mit noch zwei anderen Personen gesichtet werden. Auch die Kiesbank war aufgrund des Hochwassers praktisch nicht mehr existent und bestand nur noch aus einzelnen kleinen Inseln. Im Rahmen des Einsatzes ergab sich, dass noch ein weiteres Schlauchboot, ebenfalls mit vier Personen besetzt, gekentert war. Das Ganze überschnitt sich dann mit einem Einsatz, der auch im Bereich der Polizeiinspektion Wolfratshausen lief. Hier konnten gekenterte Personen mittels Hubschrauber gerettet werden.

Aufgrund einer Absprache des Polizeipräsidiums München, des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd und den zuständigen Landratsämtern wurde schließlich eine allgemeine Verbotsverfügung für das Befahren der Isar durch die Landratsämter Bad Tölz/Wolfratshausen und München erlassen. Diese Verbotsverfügung gilt auch noch genauso für den Sonntag, 7. August 2016. Im Bereich des Landkreises München besteht hier ein Bootfahrverbot auf der Isar im Bereich von der Landkreisgrenze bei der Dürnsteiner Brücke/Bruckenfischer bis zur Landkreisgrenze bei der Großhesseloher Brücke.

Das Polizeipräsidium München rät auch weiterhin dringend davon ab, die Isar zu befahren, sowohl im Verbotsbereich als auch außerhalb dieses Verbotsbereiches. Eine Gefahr durch das Hochwasser und der erhöhten Fließgeschwindigkeit ist auch nach wie vor gegeben. Die Berufsfeuerwehr München weist auch auf eine Gefahrenquelle mit Lebensgefahr am Flaucher in München hin. Schlauchboote sollten unbedingt spätestens 200 Meter nördlich der Thalkirchner Brücke an Land gebracht werden (siehe Grafik!).

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