16. September 2019
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Flutkatastrophe Niederbayern: Gaffer behindern Einsatzkräfte

Bei der Überschwemmungskatastrophe am 1. Juni 2016  sind bisher sieben Todesopfer zu beklagen. Das letzte vermisste Ehepaar konnte am 3. Juni 2016 unversehrt aus einem Keller geborgen werden. Zunehmend Sorgen bereiten der Polizei Gaffer, welche die Einsatzmaßnahmen massiv behindern.

Unwetterkatastrophe in Niederbayern
Überschwemmungen nach Unwetterkatastrophe in Niederbayern
Quelle Foto: THW

(Update 3.6.2016, 14.46 Uhr) Vermisste gibt es keine mehr. Ein seit Tagen vermisstes älteres Ehepaar war bereits am ersten Tag der Katastrophe aus einem überfluteten Keller befreit worden und in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Das Rentnerehepaar war fälschlicherweise weiterhin in der Liste vermisster Personen.

Am 3. Juni 2016 ist im Krankenhaus ein weiteres Flutopfer gestorben. Der 72-jährige Mann war in Triftern aus einem Bach gerettet worden und dann in die Klinik eingeliefert. Damit erhöht sich die Zahl der Toten infolge der Hochwasserkatastrophe auf sieben.

Sorgen bereiten der Polizei Gaffer, welche die Einsatzkräfte behindern. “Ärgerlich und unverständlich ist es, dass Schaulustige die Arbeiten der Einsatzkräfte sowohl in Simbach am Inn, als auch in anderen Orten zum Teil massiv behindern. In Simbach am Inn musste deswegen sogar die Innbrücke aus Braunau in Richtung Simbach am Inn für Fußgänger gesperrt werden, nachdem dort eine größere Gruppe von sog. Gaffer“ den Einsatzkräften sogar noch zusätzliche Probleme bereitete.”, so Polizeisprecher Michael Emmer vom Polizeipräsidium Niederbayern.

Am 2. Juni 2016 gegen 19 Uhr wurde in Simbach am Inn eine sechste Leiche gefunden. Der Mann konnte zwischenzeitlich identifiziert und die Angehörigen verständigt werden. Es handelt sich bei dem Toten um einen 65-jährigen aus dem Landkreis Rottal-Inn.

(Update 2.6.2016, 12.30 Uhr) Die Zahl der Toten ist inzwischen auf fünf gestiegen. Am Donnerstag wurde in Simbach am Inn nun auch noch die Leiche eines 75-Jährigen gefunden. Drei Personen werden noch vermisst. Inzwischen sind auch schon die ersten Plünderer  festgenommen worden. Unter anderem wollten Jugendliche wollten einen Kiosk ausrauben. Finanzminister Markus Söder hat für jeden betroffenen Haushalt eine Soforthilfe von 1.500 Euro in Aussicht gestellt.

Die Lage im Landkreis Rottal-Inn ist trotz leicht zurückgehender Pegelstände nach Angaben des Polizeipräsidiums Niederbayern nach wie vor angespannt. Fünf Tote sind bislang aus der betroffenen Region zu beklagen. Drei Personen sind derzeit noch als vermisst gemeldet worden. Entsprechende Suchmaßnahmen, auch mit Tauchern werden im Laufe des Donnerstags fortgesetzt.

Probleme bereitet der Polizei derzeit auch die Verkehrssituation, weil Verkehrsteilnehmer unvernünftiger Weise gesperrte Straßen befahren und dabei zum Teil schon verunfallt sind. Eindringlich werden die Verkehrsteilnehmer in den vom Hochwasser betroffenen Regionen gebeten, die Verkehrssperrungen unbedingt zu beachten. Es wird gebeten, die Bereiche Simbach am Inn, Tann, Triftern, Zeilarn, Anzenkirchen, Kirchdorf am Inn, Lanhofen, Untertürken, Bad Griesbach, Ortsteil Wenig, und Ruhstorf an der Rott weitgehend zu meiden.

Fünf Menschen verloren bislang aufgrund der Wassermassen ihr Leben. In einem Haus in Simbach am Inn wurden die Leichen von drei Frauen im Alter von 78, 56 und 28 Jahren sowie eines 75-jährigen Mannes aufgefunden, in Julbach starb eine 80-jährige Frau.  In einer Schule in Triftern saßen 14 Schüler in ihren Klassenräumen beziehungsweise in der Turnhalle fest. Sie mussten die Nacht in der Schule verbringen, wurden dort betreut und versorgt. An dieser Schule findet heute selbstverständlich kein Unterricht statt.

Auch erste Plünderer wurden in Simbach am Inn vorläufig festgenommen. Die aus Österreich angereisten Täter entwendeten Gegenstände aus PKWs. Gegen 13 Uhr wurden dann am 2.6.2016 drei Jugendliche (2 x 16 Jahre und 1 x 14 Jahre alt) von der Wasserwacht dabei beobachtet, wie sie versuchten, aus einem unversperrten Kiosk in der Innstraße Zigaretten im Wert von rund 300,- Euro zu entwenden. Die Jugendlichen wurden bis zum Eintreffen der Streifenbesatzung von der Wasserwacht festgehalten. Gegen sie wird Anzeige erstattet. Der Kiosk wurde von der Freiwilligen Feuerwehr verschalt.

Innerhalb 24 Stunden ab Mittwochfrüh, 1.6.16, 11.00 Uhr, mussten durch die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Niederbayern in Straubing annähernd 220 hochwasserbedingte Einsätze abgearbeitet und koordiniert werden. Rund 680 Notrufe gingen aus den betroffenen Gebieten in der Einsatzzentrale ein. Die Polizeiinspektion in Simbach am Inn ist aufgrund der Hochwasserschäden nicht einsatzbereit und nicht besetzt. Als polizeiliche Anlaufstelle für die Bürgerinnen und Bürger in Simbach am Inn und Umgebung wurde in den Räumen der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Simbach am Inn, Jakob-Weindler-Straße 30, 84359 Simbach am Inn, eine vorübergehende Polizeiwache eingerichtet.

Die Beamten der Polizeiinspektion Simbach am Inn wurden bis auf weiteres in den Räumen der Polizeiinspektion Pfarrkirchen untergebracht. Vor dort aus betreuen sie ihren eigentlichen Dienstbereich und sind sowohl unter der Rufnummer der Polizei Simbach am Inn, Tel.: 08571 / 9139 – 0, als auch unter der Rufnummer der Polizei Pfarrkirchen, Tel.: 08561 / 9604 – 0 erreichbar. Zudem steht den Bürgerinnen und Bürgern die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Niederbayern unter der Nummer „110“ für Notrufe zur Verfügung.

Alle Einsatzkräfte sind nach wie vor im Dauereinsatz. Feuerwehren, Rettungsdienste, THW und Polizei, sowie zahlreiche freiwillige Helfer leisten rund um die Uhr Außergewöhnliches, um das Ausmaß der Personen- und Sachschäden einigermaßen in Grenzen zu halten. Die Helferinnen und Helfer des THW befreiten vom Hochwasser eingeschlossene Personen, leuchteten Einsatzstellen aus und pumpten Wasser ab. Dafür setzten sie unter anderem Hochleistungspumpen ein, die bis zu 15.000 Liter Schmutzwasser pro Minute abpumpen können.

(1.6.2016) In Simbach am Inn wurden drei Menschen tot von Tauchern aus einem überschwemmten Haus geborgen. Es handelt sich dabei um die Großmutter, Mutter und Tochter einer Familie. In Julbach wurde ene tote 80-jährige Frau aus einem Bach geborgen. Autos wurden von den Fluten mitgerissen, Straßenzüge gleichen im Simbach am Inn einem Strom.Probleme bereitet derzeit auch die Verkehrssituation, weil Verkehrsteilnehmer unvernünftiger Weise gesperrte Straßen befahren und dabei z. T. schon verunfallt sind.

Eindringlich werden die Verkehrsteilnehmer in den vom Hochwasser betroffenen Regionen gebeten, die Verkehrssperrungen unbedingt zu beachten. Die Radiosender werden gebeten, entsprechende Durchsagen an die Bevölkerung zu machen. Des Weiteren wird gebeten, die Bereiche Simbach am Inn, Tann, Triftern, Zeilarn, Anzenkirchen, Kirchdorf am Inn, Lanhofen, Untertürken, Bad Griesbach OT Wenig und Ruhstorf an der Rott weitgehend zu meiden.

Vier Menschen verloren bislang wie bereits erwähnt aufgrund der Wassermassen ihr Leben. In einem Haus in Simbach am Inn wurden die Leichen von drei Frauen im Alter von 78, 56 und 28 Jahren aufgefunden, in Julbach starb eine 80-jährige Frau.
In einer Schule in Triftern saßen 14 Schüler in ihren Klassenräumen bzw. in der Turnhalle fest. Sie mussten die Nacht in der Schule verbringen, wurden dort betreut und versorgt. An dieser Schule findet heute selbstverständlich kein Unterricht statt.

Auch erste Plünderer wurden in Simbach am Inn vorläufig festgenommen. Sie entwendeten aus Pkws Gegenstände.

Innerhalb 24 Stunden ab Mittwochfrüh, 01.06.16, 11.00 Uhr, mussten durch die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Niederbayern in Straubing annähernd 220 hochwasserbedingte Einsätze abgearbeitet und koordiniert werden. Rund 680 Notrufe gingen aus den betroffenen Gebieten in der Einsatzzentrale ein.

Alle Einsatzkräfte sind nach wie vor im Dauereinsatz. Feuerwehren, Rettungsdienste, THW und Polizei, sowie zahlreiche freiwillige Helfer leisten rund um die Uhr Außergewöhnliches, um das Ausmaß der Personen- und Sachschäden einigermaßen in Grenzen zu halten.

Das Unwetter hat in Niederbayern einen Schaden in zweistelliger Millionenhöhe verursacht. Schwerpunkte der THW-Aufgaben sind Pumparbeiten, Personenrettung, Sandsackverbau sowie die Verpflegung von Einsatzkräften. Dabei kommt neben der Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen auch die Fachgruppe Wassergefahren zum Einsatz. Abhängig von der Lageentwicklung kann das THW weitere Unterstützungskräfte zur Personenrettung, für Pumparbeiten sowie zur Elektroeinspeisung zur Verfügung stellen.

Das THW ist die ehrenamtliche Einsatzorganisation des Bundes. Das Engagement der bundesweit rund 80.000 Freiwilligen, davon die Hälfte Einsatzkräfte, ist die Grundlage für die Arbeit des THW im Bevölkerungsschutz. Mit seinem Fachwissen und den vielfältigen Erfahrungen ist das THW gefragter Unterstützer für Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen und andere.

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