5. Dezember 2020
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Region München: Bis an die Zähne bewaffnet – Rauchende Frau attackiert in der S-Bahn einen Fahrgast mit Messer

Weil eine Frau in der S-Bahn nach Geltendorf geraucht hat, wurde sie von einem Fahrgast angesprochen. Daraufhin ging sie mit dem Messer auf ihn los. Später stellte sich dann heraus, dass die 34-jährige, offentsichtlich geistig verwirrte Frau, diverse Gegenstände, die als Waffe benutzt werden können, bei sich hatte. Wegen Fremdgefährung wurde sie in eine psychiatrische Klinik eingeliefert.

Waffen bei Frau in S-Bahn gefunden Quelle: Foto: Bundespolizei
Waffen bei Frau in S-Bahn gefunden
Quelle: Foto: Bundespolizei

Am 21. Januar 2019 gegen 17:50 Uhr zündete sich eine 34-Jährige, in einer Richtung Geltendorf verkehrenden S4, eine Zigarette an. Ein unbekannter Fahrgast machte die Frau aus Eichenau auf das Rauchverbot in der Münchner S-Bahn aufmerksam und forderte sie auf, das Rauchen zu unterlassen. Nach einer anschließenden verbalen Auseinandersetzung ging die laute, aggressive Frau mit einem Einhandmesser (Klingenlänge ca. 11 cm) auf den Mann los. Dieser konnte der Frau das Messer entwenden. Vier Mitreisende, ein 26-Jähriger aus Augsburg, ein 33-Jähriger aus Eichenau, ein 49-Jähriger aus Kottgeisering und eine 54-Jährige aus Fürstenfeldbruck, schritten couragiert ein und konnten weitere Angriffe unterbinden. Während der Attackierte und die Mitreisenden unverletzt blieben, zog sich die 34-Jährige oberflächliche Schnittverletzungen an einem Finger zu, die durch hinzugerufene Sanitäter am Bahnsteig in Eichenau erstversorgt wurden.

Die mit 0,52 ‰ Alkoholisierte 34-Jährige war den vor Ort anwesenden Beamten der Polizeiinspektionen Olching und Gröbenzell einschlägig bekannt. Bei der Durchsuchung der Eichenauerin wurden unter anderem eine ungeladene Softairwaffe P30 mit Plastikmunition, Tierabwehrspray, ein weiteres Messer mit feststehender, etwa 10 cm langer Klinge sowie ein Multitool aufgefunden. Das verwandte Messer befand sich in einem Holster griffbereit an einem Einsatzgürtel; das zweite Messer in einer Jackeninnentasche. Die anderen Gegenstände in einem Rucksack.

Wegen Fremd- und Eigengefährdung wurde die Polizeibekannte von der Bayerischen Landespolizei in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Gegen sie wird seitens der Bundespolizei nun wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz sowie Bedrohung ermittelt.

Die Bundespolizei bittet den bislang unbekannten Mann, der mit dem Messer attackiert wurde, und am Haltepunkt Buchenau die S-Bahn verließ, sich bei der Inspektion am Münchner Hauptbahnhof (089/515550-111) zu melden.

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