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Augsburg: Bayer Leverkusen Ultras rasten bei Bundesliga-Spiel aus

Weil sie verbotene Fanutensilien dabei hatten und diese abgeben sollten, sind Ultras von Bayer Leverkusen beim Bundesliga-Spiel in Augsburg am 5. März 2016 auf Ordner losgegangen und haben sie verletzt. Aber auch ein alkoholisierter FCA-Fan rastete am Hauptbahnhof aus und versetzte einem Polizisten einen Schlag ins Gesicht.

Symbolbild Polizei Reiterstaffel und Fußball-Fans
Symbolbild Polizei Reiterstaffel und Fußball-Fans
Quelle Foto Polizeipräsidium München

 

Eine größere Gruppe von Gästefans welche mit zwei Reisebussen das Spiel besuchten, schmuggelten verbotenerweise nicht erlaubte und bereits im Vorfeld verbotene Fanutensilien in den Gästesektor, wurden aber dabei von Ordnern erwischt und darauf angesprochen, diese Gegenstände abzugeben. Die daraufhin einsetzende Gruppendynamik führte dazu, dass diese Personengruppe die eingesetzten Ordner massiv körperlich attackierte (unter anderem Schläge gegen den Kopf), so dass bereitstehende Polizeikräfte eingreifen mussten. Hierbei wurde diese Personengruppe mit unmittelbaren Zwangsmaßnahmen abgedrängt, bis sich die Lage wieder beruhigt hatte. Insgesamt wurden bei dieser Auseinandersetzung sechs Ordner durch Tritte und Schläge dermaßen verletzt, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten und ihren Dienst nicht mehr fortsetzen konnten. Ein Polizeibeamter erhielt einen gezielten Tritt in den Unterleib, konnte aber nach kurzer Behandlung weiterhin seinen Dienst verrichten.

Bereits kurz nach dieser Aktion konnte der erste Täter der Körperverletzung identifiziert und festgenommen werden. Ein weiterer Rädelsführer und Tatverdächtiger stellte sich dann absprachegemäß der Polizei im Stadion. Daraufhin verließ der gesamte Leverkusener Ultrablock demonstrativ solidarisch den Gastbereich und wollte das Stadion verlassen. Die Gruppe wurde jedoch anschließend kontrolliert und die Personalien aller Beteiligten festgestellt, da anhand der zwischenzeitlich gesichteten Videoaufnahmen sogar wegen dem Straftatbestand des Landfriedensbruchs gegen eine noch nicht abschließend bekannte Anzahl Ultras ermittelt wird. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen – hierbei konnten noch zwei weitere tatverdächtige Personen identifiziert werden – durften die Leverkusener etwa 15 Minuten nach Spielende den Heimweg antreten, der anschließend ohne weiteren Vorkommnisse verlief.

Losgelöst von diesem Vorfall ereignete sich ein weiterer Zwischenfall nach Spielende bei der Abreise der Leverkusener Fangemeinde. Ohne irgendeinen Bezug zum Spielverlauf oder sonstigem erklärbaren Zusammenhang beleidigte ein FCA-Heimfan grundlos einen am Augsburger Hauptbahnhof eingesetzten Polizeibeamten und schlug ihm anschließend unvermittelt mit der Faust ins Gesicht. Der von dem Schlag überraschte Polizeibeamte erlitt Prellungen und Rötungen im Kopfbereich, konnte aber ebenfalls seinen Dienst fortsetzen. Der Schläger aus dem Landkreis Augsburg war mit rund 1,8 Promille alkoholisiert und stand vermutlich auch unter dem Einfluss von anderweitigen berauschenden Mitteln bzw. Drogenersatzstoffen, was aber erst noch durch eine entsprechende Analyse der Blutprobe bestätigt werden muss. Er wurde anschließend in den Polizeiarrest eingeliefert.

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