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Oberbayern: Schlag gegen Waffenhändler – 15 illegale Waffen sichergestellt

Mehrere Waffenhändler sind Ende Januar 2016 der Polizei bei einer Razzia in sieben Wohnungen in Oberbayern ins Netz gegangen. Es wurden 15 illegale Waffen und mehrere tausend Schuss Munition gefunden. Einer der Festgenommenen wird dem rechtsextremen Spektrum zugeordnet und ist der Polizei in München bereits mit Benzinkanister und Waffen auf einer Baustelle für ein Flüchtlingsheim aufgefallen.

Polizei Einsatzzentrale Oberbayern
Polizei Einsatzzentrale Oberbayern
Foto Polizei Bayern

(Update 10.2.2016) Einer der Festgenommenen ist der Polizei bereits im August letzten Jahres aufgefallen, als er sich mit Benzinkanister, Nachtsichtgerät und Waffen auf einem Bauplatz für ein Asylbewerber-Wohnheim herumgetrieben hat. Laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung handelt es sich um einen Rosenheimer, der bereits wegen rechtsextremer Staatsschutzdelikten aufgefallen ist.

(5.2.2016) Am Mittwoch und Donnerstag, den 27. und 28. Januar 2016, haben unter Federführung der Staatsanwaltschaft Traunstein Ermittler des Bayerischen Landeskriminalamtes (LKA) mit Spezialkräften sieben Wohnungen in den Landkreisen Rosenheim, Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen und München-Obergiesing durchsucht. Zwei der zu durchsuchenden Wohnanwesen waren so weiträumig, dass die Durchsuchung zwei Tage in Anspruch nahm. Diese konzertierte Aktion richtete sich insgesamt gegen sechs männliche Personen, fünf davon wurden vorläufig festgenommen. Alle sechs Personen sind deutsche Staatsbürger, zwischen 27 und 76 Jahre alt und wohnen in den genannten Landkreisen.

Hintergrund dieser Aktion sind Erkenntnisse aus gemeinsamen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Traunstein und des LKA. Gegenstand der Ermittlungen ist der Handel mit illegalen Waffen, Kriegswaffen und Munition. An illegalen Waffen wurde sichergestellt: Zwei Sturmgewehre vom Typ Kalaschnikow, eine Maschinenpistole vom Typ Steyr Daimler-Puch, drei Langwaffen, acht Pistolen, ein Revolver, sowie mehrere tausend Schuss Munition.

Die im Verlauf des Einsatzes vorläufig festgenommen Personen wurden am 28.1.2016 dem Ermittlungsrichter beim Landgericht Rosenheim vorgeführt, der gegen drei der Beschuldigten Haftbefehl erließ. Diese drei Personen im Alter von 31, 51 und 53 Jahren befinden sich mittlerweile in Untersuchungshaft in verschiedenen Justizvollzugsanstalten, zwei Personen wurden zwischenzeitlich wieder auf freien Fuß gesetzt.

Neben den illegalen Waffen wurden auch noch zahlreiche legale Waffen und Munition aufgefunden. Da für diese Waffen eine Erlaubnis vorgelegt werden konnte, kann wegen deren Besitz strafrechtlich kein Vorwurf erhoben werden. Die legalen Waffen und Munition werden nach Sichtung und Prüfung durch das LKA der Waffenbehörde beim zuständigen Landratsamt übergeben.

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