17. November 2019
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10 Polizeiautos auf Verfolgungsjagd – Schweizer Amokfahrer rast durch München

Ein psychisch kranker Schweizer hat am Donnerstag bei einer Amokfahrt in München eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Er konnte schließlich in der Maxvorstadt gestoppt werden.

Unfallkommando Polizei
Unfallkommando Polizei

Am Donnerstag, 5. Mai 2016, gegen 7.50 Uhr, fiel einem Zeugen ein dunkelblauer VW Golf auf der A96 kurz vor dem Mittleren Ring zum ersten Mal auf. Der Fahrer hatte einen Sturzhelm auf. Sein Fahrzeug hatte erhebliche Unfallschäden. So war die Frontscheibe eingedrückt, die Motorhaube erheblich beschädigt und am Heck fehlte die Stoßstange.

In der zweiten Mitteilung an die Polizei um 7.59 Uhr befand sich der Golf bereits auf dem Mittleren Ring Richtung Stadtmitte. Über die Pettenkoferstraße, Goethestraße und Landwehrstraße fuhr er in Richtung der Paul-Heyse-Unterführung. Dabei missachtete er mehrere rote Ampeln und fuhr zum Teil über 100 km/h schnell. An der Kreuzung Arnulfstraße / Seidlstraße in der Maxvorstadt konnte gegen 8.15 Uhr die Fahrt von den Einsatzkräften der Polizei beendet werden. Der Golffahrer touchierte ein Dienstfahrzeug und blieb so stehen. Dabei wurde auch ein Dienstfahrzeug beschädigt. Es entstand ein Sachschaden von insgesamt etwa 30.000 Euro.  An der Verfolgungsfahrt waren über 10 Streifenwagen beteiligt.

Bei ihm handelt es sich um einen 20-jährigen Schweizer Staatsangehörigen. Nach ersten Erkenntnissen ist er von dortigen Behörden als psychisch krank und vermisst gemeldet. Durch den Zusammenprall zwischen Golf und Dienstfahrzeug wurden zwei Polizeibeamte leicht verletzt. Ein weiterer Beamter verletzte sich leicht, als er den Schweizer festnahm.

Am Donnerstag gegen 11.50 Uhr, meldete sich ein Zeuge bei der Polizeiinspektion in Herrsching und teilte mit, dass er in einem nahegelegenen Naturschutzgebiet einen Stoßfänger mit einem schweizerischen Kennzeichen gefunden hatte. Aufgrund der Spuren konnte ermittelt werden, dass der 20-Jährige zwischen Mittwoch, 4.5.2016 und Donnerstag, 5.5.2016, mit seinem Fahrzeug im Landkreis Starnberg auf einem Rad- und Fußweg entlang der S-Bahnstrecke von Hechendorf in Richtung Seefeld fuhr und dort von der Fahrbahn abkam.  Er prallte gegen einen Baumstumpf und kippte um. Dabei verlor er den Stoßfänger.

Der Amokfahrer wurde am Freitag dem Haftrichter zur Klärung der Haftfrage vorgeführt.

Zeugenaufruf der Polizei:
Personen, die sachdienliche Hinweise zum Unfallhergang machen können, werden gebeten, sich mit dem Unfallkommando, Tegernseer Landstraße 210, 81549 München, Tel.: 089/6216-3322, in Verbindung zu setzen.

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