20. September 2019
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Oberbayern: 17-Jähriger Asylbewerber schwer verletzt – Polizei vermutet fremdenfeindlichen Hintergrund

Aus einer größeren Personengruppe heraus ist in der Nacht von Freitag auf Samstag in Neuburg an der Donau im Landkreis Neuburg/Schrobenhausen ein 17-jähriger Asylbewerber beleidigt, körperlich angegriffen und schwer verletzt worden. Für die Polizei bestehen Anhaltspunkte für einen fremdenfeindlichen Hintergrund des Angriffs.

Polizei
Polizeischild

Zusammen mit einer Betreuerin erschien der 17-jährige Afghane am Samstagnachmittag bei der Polizeiinspektion Neuburg zur Anzeigenerstattung. Aus einer ersten kurzen Befragung ergab sich, dass sich der Jugendliche am Freitag, 15. Juli 2016 gegen 23 Uhr in den Grünanlagen nördlich der Oskar-Wittmann-Straße nahe der Tennisplätze aufgehalten hatte. Dort wurde er, aus einer größeren Gruppe ihm unbekannter Personen heraus, zunächst beleidigt und anschließend massiv körperlich angegriffen. Die vom Opfer genannten Beleidigungen legen einen fremdenfeindlichen Hintergrund des Angriffs nahe.

Während der Erstbefragung der Betreuerin und des Jugendlichen stellte sich heraus, dass dieser noch nicht ärztlich behandelt war, weswegen er sofort zur Untersuchung einem Krankenhaus zugeführt wurde. Die Erstuntersuchung ergab unter anderem schwere Verletzungen im Gesichtsbereich, die einen stationären Krankenhausaufenthalt erforderlich machen. Der Jugendliche konnte bisher nicht eingehend vernommen werden.

Mit den Ermittlungen wurde noch am Samstag vom Kriminaldauerdienst der Kriminalpolizei Ingolstadt begonnen und die notwendigen ersten Spuren- und Beweissicherungsmaßnahmen veranlasst. Das Kommissariat für Staatsschutzdelikte der Kripo Ingolstadt ist mit den weiterführenden Ermittlungen betraut, wofür noch am Sonntag Vernehmungen von bereits bekannten Zeugen mit Hilfe von Dolmetschern durchgeführt werden.

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