16. August 2018
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Radlerautobahn von Garching und Unterschleißheim nach München geplant

Im nördlichen Landkreis München wird die erste Radlerautobahn gebaut. Die Pilotstrecke verläuft von Garching und Unterschleißheim mit einer Gesamtlänge von 13 Kilometern bis zur Stadtgrenze. Es wird geschätzt, dass täglich etwa 8.000 Radfahrer diese Strecke nutzen werden.

Geplanter Radschnellweg Landkreis München-Nord Quelle Grafik Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München
Geplanter Radschnellweg Landkreis München-Nord
Quelle Grafik Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München

Der Landkreis München soll seinen seinen ersten Radschnellweg bekommen. Von der Stadtgrenze München nach Garching und Unterschleißheim  soll die Pilotstrecke mit einer Länge von 13 Kilometern verlaufen. Das hat am 24. Januar 2018 Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann gemeinsam mit Münchens Landrat Christoph Göbel auf einer Pressekonferenz im Landratsamt München bekannt gegeben. „Fahrradfahren ist längst mehr als ein Hobby. Gerade im Ballungsraum ist das Radl eine schnelle und umweltfreundliche Alternative zum Auto geworden. In Zeiten von Abgasskandal und langen Staus im Ballungsraum sehen wir deshalb eine große Chance darin, die Infrastruktur für den  Radverkehr weiter auszubauen“, so Herrmann. Der Radschnellweg soll nach ersten Kostenschätzungen rund 34 Millionen Euro kosten. Rund 8.000 Radfahrer sollen laut der Analyse in Zukunft von dieser Strecke profitieren. Erst wenn alle Finanzierungsfragen geklärt worden sind, dann könne die nächste Phase der Planung angestoßen werden, so Landrat Göbel zu dem Pilotprojekt.

Für Herrmann ist der Ausbau von Fahrradwegen zudem einer von vielen Bausteinen für eine nachhaltige Mobilität:  „Gerade auf Strecken, auf denen wir hohe Pendlerströme haben, wollen wir im Alltagsverkehr eine hohe Zahl an Radfahrern erreichen. Dazu werden wir das Radwegenetz attraktiv ausbauen“, so Herrmann weiter. So sollen die Fahrradfahrer mehr als die Hälfte dieser Strecke im Münchner Norden auf einem vier Meter breiten Weg in beide Richtungen fahren können. Die Geschwindigkeit auf dem Radschnellweg erreichen die Radler aber nicht nur durch den breiten Fahrstreifen. Auf mehr als 90 Prozent der Strecke können die Radler durchfahren, ohne dabei an einer Kreuzung anhalten zu müssen. Zudem erhöht die Trennung von Rad- und Fußweg die Verkehrssicherheit.

Der Freistaat Bayern ist nicht nur beim Bau von Radschnellwegen aktiv. Bis 2025 will Herrmann mit dem ‚Radverkehrsprogramm Bayern 2025’ erreichen, dass 20 Prozent aller Wege in Bayern mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Dafür wird der Freistaat das Radwegenetz insgesamt ausbauen. Rund 40 Millionen Euro Bundes- und Landesmittel plant Herrmann jährlich in den Erhalt und Ausbau des Radwegenetzes an Bundes- und Staatsstraßen zu investieren. Zudem unterstützt der Freistaat die Kommunen beim Bau von Radwegen. So fördert der Freistaat aktuell im Landkreis München beispielsweise mit knapp 440.000 Euro den Bau eines Geh- und Radwegs an der Kreisstraße M 14 zwischen Faistenhaar und Dürrnhaar bei Aying im Landkreis München.

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