6. Oktober 2022
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Mysteriöser Mord in Ingolstadt: Doppelgängerin erstochen

Am 16. August 2022 wurde in Ingolstadt die Leiche einer mit mehrfachen Messerstichen getöteten 23-jährigen Frau gefunden. Doch das vermeintliche Mordopfer war gar nicht die von den Eltern identifizierte Tochter. Es stellte sich heraus, dass in Wirklichkeit eine Frau erstochen wurde, die ihr ähnlich sah. Nun wurde die benannte Tochter als Tatverdächtige und ein 23-jähriger Mann verhaftet.

Blaulicht Polizei

Am Abend des 16. August 2022 wurde in Ingolstadt in einem abgestellten Fahrzeug die Leiche einer 23-jährigen Frau aufgefunden, nachdem sie dort von Familienangehörigen in einer zunächst offensichtlich hilfsbedürftigen Lage vorgefunden wurde. Der hinzugezogene Notarzt konnte jedoch nur noch den Tod der Frau feststellen.

Die durchgeführte Obduktion des Leichnams und die kriminaltechnischen Abgleiche der Kriminalpolizeiinspektion Ingolstadt haben bereits am Folgetag massive Zweifel an der Identität der Frau aufgeworfen. Zugleich gingen mehrere Zeugenhinweise ein, die vom Fachkommissariat für Tötungsdelikte bei der Kripo Ingolstadt bearbeitet und ausgewertet wurden und diese Ermittlungsergebnisse bekräftigten.

Im Ergebnis leitete die Polizei noch am 17. August 2022 umfangreiche operative Maßnahmen ein, die gegen 21:55 Uhr zur Festnahme der in Ingolstadt wohnhaften Deutsch-Irakerin führten, bei der es sich um die zunächst als getötet benannte 23-Jährige handelt. Im weiteren Laufe der Nacht wurde in Ingolstadt ein 23-Jähriger Kosovare mit Unterstützung der Polizeiinspektion Spezialeinheiten in seiner Wohnung festgenommen, gegen den sich hinreichende Verdachtsmomente ergaben, an der Tötung der aufgefundenen Frau beteiligt gewesen zu sein.

Bei der am 16. August 2022 aufgefundenen Leiche handelt es sich nach heutigem Ermittlungsstand um eine ebenfalls 23-jährige Frau, die in einem anderen Bundesland wohnhaft war und der nunmehr festgenommenen 23-Jährigen auffallend ähnlich sah. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen konzentrieren sich neben der Klärung der Motivlage und der Rekonstruktion des Tatablaufs auch darauf, eventuelle Vorbeziehungen der Tatbeteiligten untereinander und zur Getöteten zu klären.

Die Staatsanwaltschaft Ingolstadt hat Haftbefehl wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts gegen die beiden Tatverdächtigen beantragt. Sie werden noch heute dem Haftrichter vorgeführt.

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