5. Dezember 2022
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Oberbayern: Durchsuchung bei Reichsbürger – Waffen und Munition gefunden

Bei der Durchsuchung eines Hauses in Chieming haben Staatsanwaltschaft und Polizei am Dienstag, 13. Dezember 2016, Waffen, Munition und bislang unbekannte Chemikalien gefunden. Gegen den Hauseigentümer, einem bekenndenden Reichsbürger, stellte die Staatsanwaltschaft einen Haftantrag.

Blaulicht Polizei
Blaulicht Polizei

Hintergrund für die Durchsuchungsaktion, an der sich am gienstag ein Staatsanwalt und rund 20 Polizeibeamte der Polizeiinspektion Traunstein, der Kripo Traunstein und der Operativen Ergänzungsdienste (OED) Rosenheim beteiligt hatten, waren Nachermittlungen nach der Pfändung eines Pkw durch das Finanzamt. Der 58-Jährige hatte das Fahrzeug nach der Pfändung offenbar einfach weiter verbotswidrig benutzt.

Im Haus des Mannes, der in der Vergangenheit wiederholt als Staatsverweigerer („Reichsbürger“) auftrat, fanden die Behörden mehrere Waffen (1 Langwaffe, 1 Kurzwaffe), gefüllte Magazine für ein Maschinengewehr, erhebliche Mengen an Munition und bislang unbekannte Chemikalien. Der 58-Jährige besitzt keine waffenrechtliche Erlaubnis. Die Chemikalien wurden sichergestellt und werden von Spezialisten des Bayerischen Landeskriminalamts abgeholt und untersucht. Ergebnisse dazu stehen derzeit noch aus. Wegen Verstößen nach dem Kriegswaffenkontrollgesetz und dem Waffengesetz beantragte die Staatsanwaltschaft Traunstein einen Haftbefehl, der 58-Jährige wird im Laufe des Mittwochs dem Ermittlungsrichter zur Prüfung der Haftfrage vorgeführt. Unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein werden die weiteren Ermittlungen in dem Fall nun von der Kripo Traunstein geführt.

In dem Haus trafen die Einsatzkräfte auch noch eine Frau mit zwei Kleinkindern an. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass die Frau, die aus dem Raum Würzburg stammt, wegen Kindesentziehung zur Fahndung ausgeschrieben war. Die beiden Kinder wurden vom Jugendamt in Obhut genommen und einer Pflegemutter zugeführt. Nach Durchführung der polizeilichen Maßnahmen wurde die Frau auf freien Fuß gesetzt.

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