20. September 2021
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Silvesterbilanz Polizei Oberbayern: Streitigkeiten, Brände und Glatteis

Insgesamt 260 Einsätze musste die Polizei im Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd in der Silvesternacht abarbeiten. Schwerpunkte waren zahlreiche Ruhestörungen und Streitigkeiten sowie  Brände und Verkehrsunfälle aufgrund von Glatteis.

Polizei
Polizeischild

Obwohl die Silvesternacht im Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd insgesamt friedlich verlaufen ist, kam es zu dem erwartet hohen Aufkommen bei den Einsätzen. Bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd sind in der Silvesternacht zwischen 19 Uhr und 5 Uhr rund 290 Notrufe eingegangen, die zu etwas mehr als 260 Einsätzen führten. Das Einsatzaufkommen stieg erwartungsgemäß in Richtung Mitternacht an und beschäftigte die Beamtinnen und Beamten im gesamten südoberbayerischen Raum bis in die frühen Morgenstunden.

Verteilt über den Schutzbereich bildeten Ruhestörungen und Streitigkeiten, deren Ursachen oftmals in zu hohem Alkoholkonsum lagen und die teilweise auch einen körperlichen Schaden zur Folge hatten, einen Schwerpunkt der polizeilichen Einsätze. In Traunstein eskalierte nach Mitternacht ein Nachbarschaftsstreit, so dass ein 23-jähriger Mann eine 25-jährige Frau schubste und hierbei leicht verletzte. Da der Mann und sein 21-jähriger Freund das Silvesterfeuerwerk zuvor im alkoholisierten Zustand mittels zwei Schreckschusswaffen abschossen, wurden die Waffen sichergestellt. Gegen beide Männer wird nun nach dem Waffengesetz ermittelt, der 23-Jährige muss sich zusätzlich wegen einem Körperverletzungsdelikt verantworten.

Bei der Polizei wurden 13 Kleinbrände bekannt, die überwiegend durch abgebrannte Feuerwerkskörper hervorgerufen wurden. In Geretsried kam es kurz vor dem Jahreswechsel in einem Wohnblock zu einem Zimmerbrand, bei dem die 79-jährige Bewohnerin eine Rauchgasvergiftung erlitt und ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Der Schwelbrand verursachte einen Sachschaden von knapp 30.000 Euro und wurde nach ersten Erkenntnissen durch eine brennende Kerze ausgelöst.

Durch überfrierende Nässe wurde der Verkehr beinträchtig und es kam zu vier Glatteisunfällen, drei davon glücklicherweise lediglich mit Sachschaden. Eine 29-jährige Österreicherin fuhr in der Silvesternacht, gegen 21.10 Uhr, in Kreuth mit ihrem Pkw Fiat in Richtung Landesgrenze. Aufgrund spiegelglatter Fahrbahn kam sie ins Schleudern und fuhr nach rechts in den Graben. Die Frau wurde in ihrem Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Die schwerverletze Frau kam nach der Erstversorgung durch Notarzt und Rettungsdienst ins Krankenhaus. Die B307 war für ca. 1 Stunde in beiden Fahrrichtungen gesperrt.

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