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Landshut: Geldfälscher-Werkstatt ausgehoben – Falschgeld im Darknet verkauft

Die Polizei hat am 24. Februar 2016 in Landshut eine Geldfälscher-Werkstatt ausgehoben. Die falschen 50-Euro-Scheine wurden im sogenannten Darknet verhöckert.

Landeskriminalamt Bayern 250
Landeskriminalamt Bayern LKA

Aufgrund eines konkreten Zeugenhinweises im Januar 2016 über eine mögliche Geldfälscherwerkstatt, die sich in einer Einzelgarage befinden könnte, übernahm das für Geldfälschung zuständige Sachgebiet 623 des Bayerischen Landeskriminalamtes (LKA) in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Landshut die Ermittlungen. Im Rahmen der Ermittlungsarbeit stellte sich heraus, dass die beiden Mieter der Garage, zwei 21- und 23-jährige deutsche Männer, beide aus dem Raum Landshut und ohne Beruf, in dem kleinen Objekt ein- und ausgingen. Dabei transportierten sie mehrmals Papier zur Garage und holten Säcke mit Altpapier wieder ab. Der Verdacht des Betreibens einer Geldfälscherwerkstatt erhärtete sich.

Am Mittwoch, 24. Februar 2016, erfolgte schließlich der Zugriff im Rahmen einer Durchsuchungsaktion durch die Beamten des LKA sowie durch Kräfte der örtlich zuständigen Polizei aus Landshut am Tatort und den Wohnorten der beiden jungen Männer.  Die Beamten staunten nicht schlecht, als sie in der Garage 60 fertig gestellte 50-Euro-Falschnoten, drei Tintenstahldrucker, große Mengen speziellen Papiers, Schneidegeräte, Chemikalien zur Behandlung des Papiers, Druckerfarbe und auch fertige Folienelemente für das Falschgeld auffanden. In Müllsäcken befanden sich Schnittreste, sogenannte Makulatur, die aus der Falschgeldherstellung herrühren.

Weitere Ermittlungen ergaben, dass das in der Garage hergestellte Falschgeld bereits im Darknet, einem nur Insidern zugänglichem Netzwerk, angeboten und an die Besteller versandt worden war.  In den sichergestellten Unterlagen konnten knapp 200 Post-Einlieferungsbelege aufgefunden werden, die den Versand des Falschgeldes an die entsprechenden Empfänger dokumentierten. Bereits jetzt ist bekannt, dass auch außerhalb Bayerns Lieferungen der Falsifikate mit entsprechenden Notennummern eingetroffen sind. Um weitere Tatkomplexe und deren Reichweite zu klären, werden die Ermittlungen hierzu noch andauern. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Landshut erließ das Amtsgericht Landshut gegen beide Tatverdächtige einen Untersuchungshaftbefehl.

In dem Zusammenhang warnt das LKA davor, auf Falschgeldangebote im Darknet einzugehen. Banknoten sind zwar immer ein Blickfang und das billige Angebot verlockt zum anonymen Kauf. Kein Automat akzeptiert aber die falsche Ware. Wer solche Noten in Verkehr bringen will, muss diese auch „an den Mann bringen“. Damit macht er sich nicht unerheblich strafbar. Die Geldfälschung ist kein Kavaliersdelikt, das Gesetz sieht für dieses Verbrechen eine Freiheitsstrafe von nicht unter einem Jahr vor.

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Ein Kommentar

  1. Schon krass alda, wieso macht man sowas?

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