5. Dezember 2022
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Oberbayern: Am Dienstag von 2 bis 9 Uhr Warnstreik bei BOB und Meridian

Am Dienstag von 2 Uhr bis 9 Uhr stehen wegen einem Warnstreik bei der Bayerischen Oberlandbahn (BOB) und Meridian die Räder der Züge still. Ein Teil des Schülerverkehrs soll mit 25 Bussen und einzelnen Zügen aufrecht erhalten werden.

Meridian
Meridian auf der Großhesseloher Brücke
Quelle Foto Bayerische Oberlandbahn

 

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG)  hat ihre Mitglieder bei der Bayerischen Oberlandbahn (BOB) für Dienstag, 19. Januar 2016,  in der Zeit von 2 bis 9 Uhr kurzfristig zu einem Warnstreik aufgerufen.  Dadurch wird es beim Meridian und bei der BOB zu erheblichen Einschränkungen kommen.  Auch nach 9 Uhr wird es vermutlich noch zu größeren Verzögerungen kommen. Die Vorbereitungen der Bayerischen Oberlandbahn GmbH für ein Ersatzkonzept laufen auf Hochtouren. Geplant ist, einen Teil des Schülerverkehrs mit bis zu 25 Bussen und vereinzelten Zügen durchzuführen. Voraussichtlich werden aber nicht alle Schulen angefahren werden können, da viele Busse bereits regulär im Einsatz sind.

Pendler werden gebeten auf folgende Verbindungen auszuweichen:

  • Zwischen Freilassing und München sowie zwischen Rosenheim und München kann die Südostbayernbahn (SOB) über Mühldorf genutzt werden.
  • Von Salzburg und Kufstein nach München fahren Fernverkehrszüge. Es gelten die Tarifbestimmungen des Fernverkehrs.
  • Auf den Strecken Holzkirchen – München, Grafing Bahnhof – München, Kreuzstraße – München und Donnersbergerbrücke – Solln/München können Reisende die S-Bahnen nutzen.

In den meisten Verbindungen werden die Fahrkarten des Meridian beziehungsweise der BOB anerkannt. Ausnahmen sind das Guten Tag Ticket und das 50/50-Ticket, die von der SOB nicht anerkannt werden. Die Tickets gelten aber ohnehin erst ab 9 Uhr. Im Fernverkehr sind die dort geltenden Tarifbestimmungen zu beachten. Fahrgäste berücksichtigen bitte, dass sich je nach Strecke und Verbindung die Fahrzeit entsprechend verlängern kann. Aktuelle Informationen zu alternativen Reisemöglichkeiten und zum Betrieb gibt es auf den Websiten www.der-meridian.de und www.bayerischeoberlandbahn.de.

Die EVG begründet den Warnstreik mit stockenden Tarifverhandlungen. Die Gewerkschaft fordert, dass interne Dienstfahrten zu 100 Prozent als Arbeitszeit angerechnet werden. Streiken werden Lokführer, Zugbegleiter, die Mitarbeiter in der Werkstatt und der Transportleitung, sowie die im Reisezentrum Beschäftigten. Betroffen von dem Warnstreik sind die Einsatzstellen München, Holzkirchen, Freilassing, Rosenheim, Bayrischzell, Tegernsee, Schliersee, Lenggries und die Züge der BOB und von Meridian. Die Züge der Bayerischen Regiobahn GmbH (BRB), der Schwestergesellschaft der Bayerischen Oberlandbahn GmbH, sind nicht vom Streik betroffen, da hier ein anderer Tarifvertrag gilt.

Bernd Rosenbusch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bayerischen Oberlandbahn GmbH, macht deutlich: „Wir haben keinerlei Verständnis dafür, dass die EVG trotz unseres umfangreichen Tarifangebotes unsere Fahrgäste in der Kälte stehen lässt. Wir hoffen, dass die EVG wieder an den Verhandlungstisch zurückkehrt, damit wir uns einigen können.“ Die EVG argumentiert dagegen. Der Arbeitgeber versuche, in der Öffentlichkeit den Eindruck zu erwecken, auf die Gewerkschaftsforderungen einzugehen, tatsächlich aber solle die EVG in der zentralen Forderung der Fahrgastfahrten mit vagen Versprechungen weiter hingehalten werden. „Wenn ein Kollege aus der Dienststelle Freilassing nach München fahren muss, um dort einen Zug zu übernehmen, bekommt er für die eineinhalbstündige Fahrgastfahrt nur 50 Prozent seines Gehalts. Das ist nicht akzeptabel“, So EVG-Funktionär Isidoro Peronace. Die Gewerkschaft bedauert die Beeinträchtigung für die Fahrgäste und hofft auf deren Verständnis.

 

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