14. August 2020
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Bad Reichenhall: Zweiter tödlicher Bergunfall innerhalb weniger Tage

Binnen einer Woche musste die Polizei am Hochstaufen jetzt einen zweiten tödlichen Bergunfall aufnehmen. Am Pfingstwochenende war ein 50-jähriger Österreicher tödlich verunglückt, am späten Freitagabend, 27. Mai 2016, stürzte ein 65-Jähriger etwa 15 Meter tief ab und erlitt dabei so schwere Kopfverletzungen, dass ihm auch ein Bergwacht-Notarzt nicht mehr helfen konnte.

Bergwacht Einsatzfahrzeug
Bergwacht Einsatzfahrzeug

Drei Männer aus dem Landkreis Regen in Niederbayern waren am Freitag gemeinsam auf einer Bergtour und wollten im Reichenhaller Haus (auch Staufenhaus genannt, liegt auf 1.750 Metern Höhe in den Chiemgauer Alpen knapp unter dem Gipfel des Hochstaufen) übernachten.  Nachdem einer der drei Bergwanderer spätabends nicht ins Schlaflager gekommen war, wurde eine Suche nach ihm veranlasst. Der Hüttenwirt fand den 65-Jährigen kurz darauf in der Nähe der Hütte. Wie die Untersuchungen durch den Polizeibergführer später ergaben, war der Mann wohl noch einmal nach draußen gegangen, unweit der Hütte abgerutscht, rund 15 Meter tief abgestürzt und hatte sich dabei schwerste Kopfverletzungen zugezogen. Trotzdem die Ersthelfer sofort mit Wiederbelebungsversuchen begannen, musste später ein Bergwacht-Notarzt den Tod feststellen.

Der zuständige Einsatzleiter der Reichenhaller Bergwacht hatte den Ersthelfern per Mobiltelefon zuvor Anweisungen zur Versorgung des Verunfallten gegeben und ein Rettungsteam, darunter befand sich auch ein Bergwacht-Notarzt, losgeschickt, das rund eine Stunde später am Unfallort eintraf. Gleichzeitig war am Münchner Flughafen die Besatzung des Polizeihubschraubers „Edelweiß 3“ gestartet und hatte vom Landeplatz bei der Polizeiinspektion Fahndung in Urwies aus weitere Einsatzkräfte und Material auf den Berg transportiert. Der Bergwacht-Notarzt konnte vor Ort aber leider nur mehr den Tod des 65-Jährigen feststellen, der noch in der Nacht in den Hubschrauber verladen und gegen 2 Uhr morgens ins Tal geflogen wurde. Ein Mitarbeiter des Kriseninterventionsdienstes (KID) der Bergwacht kümmerte sich in der Hütte um die beiden Begleiter des Verstorbenen. Die Ermittlungen zum Unfallhergang übernahm ein Polizeibergführer.

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