25. November 2020
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München-Land: Geisterfahrer auf der A99 – Vier Tote bei Frontal-Zusammenstoß

Bei einem schweren Verkehrsunfall am Abend des 17. November 2020 auf der A99 bei Hohenbrunn im Landkreis München sind vier Personen ums Leben gekommen. Ein Geisterfahrer ist auf der Autobahn mit seinem Auto frontal gegen einen Audi geprallt. 

Blaulicht Polizei

Gegen 21:39 Uhr ging bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberbayern-Nord die Meldung eines Falschfahrers auf der Autobahn 99 in Fahrtrichtung Salzburg ein. Kurze Zeit darauf wurde ein schwerer Unfall auf Höhe der Anschlussstelle Hohenbrunn in Fahrtrichtung Süden gemeldet. Die Polizei, die Rettungsdienste und die Einsatzkräfte der Feuerwehren Haar und Grasbrunn fanden an der Einsatzstelle zwei völlig deformierte PKW vor, die frontal aufeinander geprallt waren. Drei der vier Unfallbeteiligten waren in die Autos eingeklemmt. 

Es wurden umgehend die ersten Rettungsmaßnahmen eingeleitet, um die Personen aus den Fahrzeugen zu befreien. Dabei kamen mehrere hydraulische Rettungssätze zum Einsatz. Inzwischen landete auch zwei Rettungshubschrauber direkt auf der Autobahn. Sofort nach Befreiung der Personen wurden Wiederbelebungsmaßnahmen eingeleitet. Doch die vier Insassen der beiden Autos sind noch an der Unfallstelle verstorben. 

Bei dem Unfallverursacher, der mit einem VW mit rumänischer Zulassung als Falschfahrer auf der Autobahn unterwegs war, handelt es sich um einen 32-jährigen Rumänen. Sein Beifahrer war 50 Jahre alt und ebenfalls rumänischer Staatsangehöriger.

Bei dem zweiten Fahrzeug handelt es sich um einen Audi, der von einem 34-jährigen Deutschen gelenkt wurde. Der deutsche Beifahrer war 43 Jahre alt.

Derzeit ist noch nicht geklärt, welche Umstände dazu führten, dass der Unfallverursacher in falscher Richtung unterwegs war. Ebenso steht noch nicht fest, wo er auf die Autobahn auffuhr. Zur Klärung des genauen Unfallhergangs, der bislang noch nicht vollständig ermittelt werden konnte, wurde durch die zuständige Staatsanwaltschaft ein unfallanalytisches Gutachten in Auftrag gegeben.

Die polizeiliche Unfallaufnahme, die Arbeit eines Gutachters sowie die Aufräumarbeiten durch die Feuerwehr dauerten bis 03:45 Uhr. Bis zu diesem Zeitpunkt war die Fahrbahn in Fahrtrichtung Salzburg komplett gesperrt.

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