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Münchner Polizeistreife jagt bekifften VW-Fahrer bis nach Weyarn

Als eine Streifenbesatzung der Münchner Polizei auf der Autobahn A8 am Mittwoch einen VW anhalten wollte, gab der Fahrer Gas. Erst in Weyarn konnten sie den VW stellen. Ein Drogentest schlug positiv an, außerdem wurden im Auto Drogen und ein gefälschter Impfausweis gefunden. 

Polizeikelle
Polizeikelle

Am Mittwoch, 26. Januar 2022, war eine Streifenbesatzung der Fahndungs- und Kontrollgruppe des Polizeipräsidiums München auf der Autobahn A 8 in Fahrtrichtung Salzburg unterwegs.  Gegen 17:45 Uhr, wurden sie auf einen VW aufmerksam, der mit vier männlichen Personen besetzt, ebenfalls in südliche Fahrtrichtung fuhr.

Die beiden Beamten entschieden sich, den Pkw verdachtsunabhängig anzuhalten und setzten sich deshalb vor das Auto, wobei Anhaltesignalgeber genutzt wurden. An der Autobahnausfahrt Weyarn wurde der VW von der Autobahn dirigiert. Die Kontrolle sollte dabei an der Ausfahrt Weyarn zur Staatsstraße 2873 auf einem Pendlerparkplatz durchgeführt werden. Als die beiden Fahrzeuge zur Abzweigung des Pendlerparkplatzes kamen, fuhr der VW plötzlich nach rechts auf die Staatsstraße 2873 in Richtung der Ortschaft Weyarn und beschleunigte stark. Aufgrund dessen setzten die Beamten zur weiteren Verfolgung an.

Kurz vor der Ortseinfahrt Weyarn konnte der VW überholt werden und wurde abermals mittels polizeiliche Anhaltekelle und Anhaltesignalgeber aufgefordert, anzuhalten. Dies missachtete der Fahrer des VWs und beschleunigte wieder auf ca. 80 km/h, wobei er den Streifenwagen überholte. Weitere Versuche der beiden Beamten, die Geschwindigkeit des VWs einzubremsen, wurden durch riskante Fahrweise missachtet. So setzte dieser in einer Situation zum Überholvorgang an, weshalb ein entgegenkommender Pkw stark bremsen musste, um einen Zusammenstoß zu vermeiden. In einer weiteren Situation fuhr der VW zielgerichtet auf die Front des Streifenwagens zu, weshalb die Beamten einen Zusammenstoß nur mit einer Vollbremsung vermeiden konnten. Dadurch musste jedoch auch VW stehen bleiben. Jetzt wollte der Fahrer den Rückwärtsgang einlegen, um erneut zu entkommen.

Die beiden Beamten waren jedoch inzwischen bei dem VW angelangt. Sie forderten den Fahrer auf, den Motor abzustellen und das Auto zu verlassen. Bei ihm handelte es sich um einen 35-jährigen Deutschen ohne festen Wohnsitz. Zwei weitere Personen aus dem Fahrzeug waren ein 35-Jähriger und ein 21-Jähriger, aus dem oberbayerischen Landkreis Freising. Eine vierte Person flüchtete nach dem Aussteigen und konnte entkommen. 

Bei einer Durchsuchung des Pkws wurden mehrere Beutel mit Betäubungsmitteln aufgefunden, welche nach eigenen Worten dem Fahrer gehörten. Bei diesem wurde zudem nach erster Erkenntnis eine Totalfälschung eines Impfausweises gefunden und beschlagnahmt. Ein vor Ort durchgeführter Drogentest zeigte, dass der 35-Jährige positiv auf Betäubungsmittel anschlug. Aufgrund dessen wurde er zu einer Polizeiinspektion nach München gebracht.

Da der 35-jährige Fahrer keinen festen Wohnsitz hat, wurde er nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft München I und einer durchgeführten Blutentnahme in der Rechtsmedizin in München der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt. Er wurde im Laufe des heutigen Tages einem Richter vorgeführt. Der 35-Jährige wurde angezeigt wegen dem gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr, der Gefährdung des Straßenverkehrs in Folge berauschender Mittel und dem Besitz von Betäubungsmitteln.

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