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Nach der Stadt erlässt auch der Landkreis München Boot-Fahrverbot auf der Isar

Ab Samstag, 11. Juli 2020, ist das Befahren der Isar mit Bade- und Schlauchbooten nicht nur in der Stadt München, sondern auch im Landkreis verboten. Das Landratsamt erwartet wegen der starken Regenfälle in der Nacht von Freitag auf Samstag einen starken Anstieg des Pegels auf der Isar. 

Badeboote auf der Isar im Strudel gefangen
Badeboote auf der Isar im Strudel gefangen, Quelle Foto Wasserwacht München

Das Landratsamt München hat im Hinblick auf die zu erwartenden Regenmengen ein Boot-Fahrverbot auf der Isar ab morgen, Samstag, 11. Juli 2020, im Landkreis erlassen. Hinsichtlich der bestehenden Wetterprognose für das kommende Wochenende ist davon auszugehen, dass sich die Verhältnisse auf der Isar erneut verschlechtern werden, meldet das Landratsamt. Außerdem gilt ein Fahrverbot auf dem Gebiet der Stadt München. Somit ist das Befahren mit Booten von der südlichen Landkreisgrenze bei Schäftlarn bis zur nördlichen Landkreisgrenze bei Garching sowie in der Stadt von der Großhesseloher Brücke bis zur Leinthaler Brücke in Freimann verboten.

Laut Deutschem Wetterdienst werden ab Freitagabend bis Samstagnachmittag für den oberbayerischen Alpenraum und im Vorland starke Gewitter mit lokalen Unwettern, Starkregen und Dauerregen mit punktuell unwetterartigen Regenmengen vorhergesagt. Ein gefahrloses Befahren wird danach nicht möglich sein. Der Wasserstand und die Abflussgeschwindigkeit werden sich wieder in kritische Bereiche erhöhen, Treibgut und starke Strömungsverhältnisse sind zu erwarten und die Isar wird sich eintrüben. Das Bootfahrverbot wird auch nach einem etwaigen Abklingen der Regenschauer zunächst weiter aufrechterhalten. Wann das Verbot wieder aufgehoben werden kann, wird das Landratsamt nach erneuter Einschätzung der Situation in den kommenden Tagen bekanntgeben.

Angesichts der Vielzahl an Bootsunfällen am vergangenen Samstag, hatte die Landeshauptstadt München bereits am Sonntag, 5. Juli, ein Bootfahrverbot vom Großhesseloher Wehr bis hin zum Flaucher bis auf Weiteres erlassen. Trotzdem waren am Sonntag immer noch einige leichtsinnige Schlauchbootfahrer auf der Isar in München unterwegs.Die Wasserwacht München-Mitte postierte einige Wasserretter oberhalb des Großhesseloher Wehres, um die Hobbykapitäne vom Befahren der Münchner Isar abzuhalten. Leider gab es einige Schlauchbootfahrer, die die Rufe des Wasserwacht Trupps ignorierten und trotz Fahrverbot fröhlich weiter schipperten.

Für zwei dieser Schlauchbootfahrer endete die Fahrt trotz allem am Wehr der Großhesseloher Brücke. Ihr Boot kenterte in der Strömung und sie konnten sich nur auf einen Abweiser im Wehr retten. Ohne Hilfe wäre hier kein Weiterkommen und die Wasserwachtler setzten sofort einen Notruf ab. Der angeforderte Hubschrauber konnte mit der Seilwinde die Personen nicht erreichen Deswegen setzte die Feuerwehr ihre Leitern ein, um an die Verunfallten zu kommen. Die Wasserwacht sicherte die Aktion wasserseitig ab und so konnten die beiden schlussendlich gerettet werden.

 

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