30. Januar 2023
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Bayern: Lockdown für Ungeimpfte und für Hotspot-Landkreise komplett – Weihnachtsmärkte abgesagt

Die Koalition mit CSU und Freie Wähler hat am Freitag beschlossen, dass die Corona-Maßnahmen in Bayern erheblich verschärft werden. Es wird einen weitreichenden Lockdown für Ungeimpfte geben. Außerdem kommt ein allgemeiner Lockdown für Kreise, in denen die Inzidenz über 1.000 liegt. Davon sind im Freistaat momentan acht Landkreise betroffen. Die Verschärfungen sollen ab 24. November bis 15. Dezember 2021 gelten. 

Bayerische Staatskanzlei München
Bayerische Staatskanzlei München 

Die Koalition von CSU und Freie Wähler hat erhebliche Verschärfungen der Corona-Maßnahmen in Bayern beschlossen. Nach einem Kabinettsbeschluss und Beratung im Landtag am Dienstag sollen sie ab Mittwoch, 24. November 2021 bis zum 15. Dezember 2021 gelten. 

Ministerpräsident Markus Söder hat auf einer Pressekonferenz am Freitagmittag die einzelnen Maßnahmen vorgestellt. Er sagte dazu:  „Ungeimpft zu sein das größte Risiko. Die Inzidenz bei Ungeimpften liegt in Bayern bei 1500,  die der Geimpften bei 110. 90 Prozent der Coronapatienten auf den Intensivstationen sind Ungeimpfte. In zwei Wochen hat sich die Zahl dieser Intensivpatienten verdoppelt. Sorglosigkeit und mangelnde Solidarität sind die Haupttreiber der Infektionen. Wir müssen handeln! Wir haben lange Rücksicht auf alle Ungeimpften genommen, das hat nun ein Ende. Seit gestern sei auf Bundesebene die Gesetzeslage klar. Wir werden alles ausschöpfen, was notwendig ist.“

Die Koalition hat sich auf ein Stufenkonzept verständigt. Söder: „Wir machen nicht alles zu. Unser Weg ist blocken, bremsen und boostern.“ Die Bayerische Staatsregierung wird am Dienstag die epidemische Lage feststellen. Es wird Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte geben. Ein De-Facto-Lockdown für Ungeimpfte, wie es der Ministerpräsident ausdrückte.

Es dürfen sich maximal fünf Personen aus zwei Haushalten treffen, wobei Kinder unter 12 Jahren nicht mitgezählt werden.  Außerdem werden 2G und 2G+ verschärft. 2G gilt weiter wie bisher, aber die körpernahen Dienstleistungen wie Friseure kommen dazu. In der Gastronomie wird wieder eine Sperrstunde um 22 Uhr eingeführt. Beim Handel gilt ein Kunde pro 10 Quadratmeter. 

Bei 2Gplus werden folgende zusätzliche Maßnahmen eingeführt: Eine Obergrenze von 25 Prozent der Kapazitäten bei Veranstaltungen, Kultur, Theater, Sport, Freizeiteinrichtungen und Messen. Diskotheken, Clubs und Bars werden wieder geschlossen. Alle Jahrmärkte und Weihnachtsmärkte werden abgesagt, für die Standlbetreiber wird es Überbrückungshilfen geben. 

Für kreisfreie Städte oder Landkreise mit einer Inzidenz von über 1.000 wird die harte Notbremse für alle gezogen und es wird einen kompletten Lockdown geben. Betroffen sind momentan acht Landkreise in Bayern: Rottal-Inn, Freyung-Grafenau, Berchtesgadener Land, Traunstein, Mühldorf, Landshut, Dingolfing-Landau und Passau. Fast alles wird geschlossen: Gastronomie, Beherbergung, Sport, Kultur und körpernahe Dienstleistungen wie Friseur. Der Handel bleibt offen, wobei ein Kunde pro 20 Quadratmetern zugelassen sind. Schulen und Kitas sowie Alten- und Pflegeheime werden auch nicht geschlossen, eine Maskenpflicht ist vorgesehen. Die Maßnahmen gelten bis 15. Dezember und können nicht verlängert werden. 

 

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