19. Januar 2022
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Flughafen München: Zwei Omicron-Infizierte von Rückkehrern aus Südafrika bestätigt

Zwei Verdachtsfälle der neuen Omicron-Variante wurden in München bestätigt. Sie kamen am Donnerstag am Flughafen München an. Die Rückkehrer diese Fluges aus Südafrika sollen PCR-Test durchführen lassen, in Selbstquarantäne begeben und das Gesundheitsamt kontaktieren.

Tower Flughafen München

In Bayern wurden am 27. November 2021 zwei Verdachtsfälle der neuen, von der WHO einen Tag zuvor als besorgniserregend eingestuften Virusvariante Omicron (B.1.1.529) im Wege der VOC-PCR festgestellt. Es handelt sich dabei um zwei Personen, die noch vor der Ausweisung Südafrikas als Virusvariantengebiet über den Flughafen München am Mittwoch, 24. November 2021, eingereist sind. Fluggäste, die ebenfalls mit diesem Flug einreisten, sollen sich umgehend bei ihrem zuständigen Gesundheitsamt melden.

Eine Ministeriumssprecherin des Bayerischen Gesundheitsministeriums erklärte am Samstag in München: „Die Personen befinden sich seit 25. November nach einem positiven PCR-Test in häuslicher Isolation. Nach der Berichterstattung über die neue Variante haben die beiden Personen vorausschauend selbst eine Untersuchung auf die Variante veranlasst. Alle Personen, die in den letzten 14 Tagen einen Aufenthalt in Südafrika hatten, sollten sofort ihre Kontakte reduzieren, einen PCR-Test unter Aufdeckung der Reisegeschichte durchführen lassen und umgehend das Gesundheitsamt kontaktieren.“ Überdies gilt, dass alle Personen unabhängig vom Immunstatus, also auch Geimpfte und Genesene, die aus den vom Robert Koch-Institut am 26. November als Virusvariantengebiet eingestuften Ländern einreisen, 14 Tage in Quarantäne müssen und sich nicht vorzeitig freitesten können. Sie müssen vor Ende der Quarantäne einen PCR-Tests durchführen lassen.

Die Sprecherin sagte weiter: „Wir müssen alles tun, um die Verbreitung der neuen Variante im Freistaat und Deutschland zu verhindern. Noch ist nicht klar, inwieweit die neue Variante ansteckender ist oder zu mehr Hospitalisierungen führt. Bis die Wissenschaft klarer sieht, müssen wir jedoch Vorsicht walten lassen. Angesichts der ohnehin schon hohen Infektionszahlen gilt ohnehin: Kontakte reduzieren, Maske und Abstand, und vor allem: Impfen, impfen, impfen!“

Von der am Freitag, 26.11.2021, aus Kapstadt angekommenen Passagiere sind 50 in Bayern in Quarantäne. Zwei ausländische Passagiere wurden positiv auf CoV-2 getestet. Derzeit wird untersucht, ob sie mit der Omicron-Variante infiziert sind. Genomsequenzierungen und VOC-PCR sind angestoßen. Sie befinden sich in Isolation in einem Hotel, da sie in Bayern keinen Wohnsitz haben.“

Die Sprecherin ergänzte außerdem : „Seit 28. November 2021, 00.00 Uhr, dürfen nur noch deutsche Staatsangehörige und Personen mit Wohnsitz in Deutschland per Flugzeug aus diesen Ländern einreisen. Gleichwohl appelliert das Ministerium: Reisen Sie nicht in diese Länder – derzeit sind die Auswirkungen der Variante noch unklar. Sie ist mindestens so ansteckend wie die Delta-Variante und womöglich gefährlicher.“

Die Proben der beiden Fluggäste vom Donnerstag wurden im Münchner Max-von-Pettenkofer-Institut am Samstag mit einem variantenspezifischen PCR-Test weiter untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass es sich in beiden Fällen um die hochansteckende Omikron-Variante handelt. In der kommenden Woche werden mit den Proben eine zusätzliche Genomsequenzierung durchgeführt. 

Der Virologe Oliver Keppler vom Max-von-Pettenkofer-Institut erklärte am Samstag gegenüber dem Bayerischen Fernsehen, dass Omikron eine “potentiell prekäre Variante” sei, die auf die momentan außer Kontrolle geratene epidemische Situation draufkommt. Keppler sprach sich für eine Impfplicht und einen Lockdown in ganz Deutschland aus. 

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