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München-Land: Wasserwacht gerät auf Isar in Not – Badegäste helfen

Bei einem Einsatz wegen einer Brandbombe aus dem zweiten Weltkrieg am Sonntag auf der Isar in Unterföhring im Landkreis-München hat ein 60-jähriger Wasserwacht-Mitarbeiter einen Schwächeanfall erlitten. Durch die starke Strömung des Flusses an der Stelle war eine Erstversorgung des Erkrankten auf einer Kiesbank nicht möglich. Zwei Passanten erklärten sich bereit, mit einem Seil zur Kiesbank zu schwimmen, um damit die Erste Hilfe-Ausrüstung hinüberzubringen.

BRK Wasserwacht Oberbayern
BRK Wasserwacht Oberbayern

Am Sonntag, 28. August 2016, gegen 15.45 Uhr, alarmierten Zeugen die Polizei, da sie den Verdacht hatten, am Grund der Isar einen Gegenstand entdeckt zu haben, der sie an eine mögliche Weltkriegsbombe erinnerte. Eine Streife der Polizeiinspektion 26 (Ismaning) fuhr zu der Stelle in Unterföhring im Landkreis München und stellte fest, dass die Fundstelle in der Mitte der Isar in der Nähe einer Kiesbank war. Das Wasser war dort zum Teil bis zu zwei Meter tief. Sie alarmierten die Sprengstoff-Spezialisten der Münchner Polizei und versuchten, ein Boot zu organisieren. Die Wasserwacht aus Unterföhring konnte eines bereitstellen, mit dem ein Polizeibeamter in Begleitung von zwei Mitgliedern der Wasserwacht zu der Kiesbank übersetzte. Während dieser Arbeiten erlitt ein 60-jähriger Wasserwacht-Mitarbeiter einen Schwächeanfall. Mit Hilfe des anderen Wasserwacht-Angehörigen und des Polizeibeamten konnte er aber sicher auf die Kiesbank gebracht werden.

Der Polizeibeamte setzte mit dem Boot zurück und danach wurde das Boot am Ufer mit Erste-Hilfe-Ausrüstung beladen, um es wieder zur Kiesbank zurückzubringen. Aufgrund der starken Strömung gelang dies nicht. Zwei Passanten im Alter von 27 und 28 Jahren boten an, mit einem Seil auf die Kiesinsel zu schwimmen. Nachdem sie dies erfolgreich schafften, wurde das Seil zwischen der Kiesbank und dem Ufer fest verbunden und danach an dem Seil das Boot mit der Erste-Hilfe-Ausrüstung hinübergezogen. Der Erkrankte konnte dort dann versorgt werden und danach mit dem Boot wieder ans Ufer gebracht werden, wo er von dem mittlerweile eingetroffenen Notarzt in Empfang genommen wurde. Dieser transportierte ihn dann in ein Münchner Krankenhaus.

Danach wurde die Bergung des verdächtigen Gegenstandes fortgesetzt. Dieser konnte geborgen und an Land gebracht werden. Es handelt sich um eine englische Stabbrandbombe aus dem zweiten Weltkrieg, die danach von den Sprengstoff-Spezialisten fachgerecht entsorgt werden konnte.

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