27. Oktober 2021
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Cybercrime: Ebay-Betrüger aus Erding in Italien festgenommen – 182.000€ abgezockt

Ein 48-jähriger Mann aus dem Raum Erding wurde vor eineinhalb Wochen in Italien aufgrund eines Europäischen Haftbefehls der Zentralstelle Cybercrime Bayern wegen Verdachts des gewerbsmäßigen Betruges auf der Auktionsplattform Ebay festgenommen. Er hatte 250 Geschädigte abgezockt.

Zentralstelle Cybercrime Bamberg
Bayerns Justizminister Bausback besucht die Cybercrime Staatsanwaltschaft in Bamberg
(v.l.) Staatsanwalt in der ZCB, Thomas Goger, Justizminister Bausback, Bamberger Generalstaatsanwalt Thomas Janovsky
Quelle Foto Justiz Bayern

Dem Mann liegt zur Last, deutschlandweit im Jahr 2015 unter falschem Namen über Ebay hochpreisige Waren, insbesondere hochwertige Bekleidung, angeboten zu haben. Liefern wollte der Beschuldigte die gegen Vorkasse verkauften Waren allerdings von Anfang an nicht, da er diese gar nicht besaß. Die Abwicklung der Bezahlung erfolgte größtenteils über den Zahlungsdienstleister PayPal. Insgesamt konnten durch die Ermittler der Kriminalpolizeiinspektion Erding mehr als 250 geschädigte Kunden festgestellt werden. Der Betrugsschaden beträgt derzeit rund 182.000 Euro.

Der Mann setzte sich nach Beginn der Ermittlungen nach Italien ab. Auf Antrag der Staatsanwälte der Zentralstelle Cybercrime Bayern erließ der zuständige Ermittlungsrichter Haftbefehl gegen den Beschuldigten. Auf Grundlage dieses Haftbefehls wurde der Täter nunmehr in Italien festgenommen und wartet jetzt auf seine Auslieferung nach Deutschland. Ihn erwarten im Falle einer Verurteilung neben einer Freiheitsstrafe wegen gewerblichen Betrugs auch Rückforderungen von Ebay und PayPal, die im Rahmen des Käuferschutzes bei den Käufern die Zahlung später erstatteten.

Die Zentralstelle Cybercrime Bayern, die bei der Generalstaatsanwaltschaft in Bamberg angesiedelt ist, kümmert sich seit Anfang des Jahres 2015 bayernweit um Fälle schwerwiegender Internetkriminalität. Mit spezialisierten Staatsanwälten will die bayerische Justiz den Kampf gegen Cyberkriminelle verstärken. Technisches und juristisches Spezialwissen ist für Strafverfolger angesichts rasanter technologischer Entwicklungen unumgänglich.

Tipps der Polizei zum sicheren Online Kaufen:
  • Wählen Sie sichere Passwörter und geben Sie diese niemals an Dritte weiter
  • Achten Sie auf technische Sicherheit bei der Datenübertragung (https://)
  • Überprüfen Sie die Seriosität des Anbieters (Anschrift, Gewährleistung, Widerrufsrecht, AGB, Gütesiegel, Bewertungsprofil)
  • Prüfen Sie die Artikelbeschreibung sowie Versand- und Lieferbedingungen
  • Wählen Sie eine sichere Zahlungsmethode (kein Bargeldtransferservice)
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